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TechnologiePark Bergisch Gladbach: Frühere Verwaltung meldet Insolvenz ab

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Seitdem der TechnologiePark Bergisch Gladbach 1995 auf dem Gelände des vormaligen Interatom- und Siemensgeländes gegründet wurde, hatte er vor allem ein Gesicht: das von Hans-Dieter Angerer. Dieser mutte nun Insolvenz für seine Verwaltungsgesellschaft anmelden. Von
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BERGISCH GLADBACH

Seitdem der TechnologiePark Bergisch Gladbach 1995 auf dem Gelände des vormaligen Interatom- und Siemensgeländes gegründet wurde, hatte er vor allem ein Gesicht: das von Hans-Dieter Angerer. Er war Ideengeber, Motor, Ansprechpartner für den rasch mehr als hundert Unternehmen beherbergenden Park. Eine Erfolgsgeschichte - für Angerers TBG Verwaltungs-GmbH nur bis zur vergangenen Woche. Da musste der 64-jährige schweren Herzens Insolvenz für seine zum Schluss lediglich noch zwei Halbtagskräfte beschäftigende Verwaltungsgesellschaft anmelden.

"Altlasten" aus der Zeit, als der TechnologiePark 2007 von seinem Gründer, der Kölner Lammerting-Gruppe, an eine internationale Investorengruppe verkauft wurde, hätten ihn zur Anmeldung der Insolvenz gezwungen, sagt Angerer auf BLZ-Anfrage.

Den Betrieb des Parks tangiere das nicht, hieß es gestern von allen Beteiligten. Die Verwaltung des TechnologieParks hat seit Anfang vorigen Jahres die CBG Asset Management GmbH übernommen, nachdem Angerers Vertrag Ende 2010 ausgelaufen war. Zum Schluss war Angerers Gesellschaft lediglich noch für Stromlieferungen an die Mieter im TechnologiePark zuständig, wie gestern aus der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Hans-Gerd Jauch verlautete.

Und auch die Stromversorgung der Unternehmen im Park sei in keiner Weise gefährdet, versicherte Alexander Lickfett, Geschäftsführer der für die Parkverwaltung zuständigen CBG Asset Management GmbH.

Mit Angerers Gesellschaft als Vorgänger in der Parkverwaltung habe sein Unternehmen keinerlei Geschäftsverbindungen, so Lickfett. Gleichwohl gebe es "ungeklärte Punkte", wie die Stromversorgung der gemeinsam genutzten Infrastruktur im Park. So bietet der TechnologiePark-Betreiber beispielsweise Konferenzräume an, die von Unternehmen gebucht werden können. "Wir räumen zurzeit Dinge auf, die sich über Jahre aufgebaut haben", so Lickfett gegenüber der BLZ. Dazu gehöre es auch, die Stromversorgung im Park "in geordnete Bahnen" zu bringen.

Während der vorläufige Insolvenzverwalter von Angerers GmbH nun prüfen will, ob und - wenn ja - wann das Insolvenzverfahren eröffnet werden kann, bleibt Angerer dem TechnologiePark innerlich weiter eng verbunden. "Angenehm ist es nicht, Insolvenz anmelden zu müssen", sagt er, "aber ich bin nicht der Typ, der in den Ruhestand geht."

Weggefährten Angerers bedauern, dass der "Vater des TechnologieParks" bei dem Verkauf vor fünf Jahren "irgendwo zwischen die Mühlen" geraten sei. Von Angerer selbst ist nicht ein schlechtes Wort über den TechnologiePark, seine früheren oder heutigen Besitzer oder Betreiber zu hören. Auch nachdem er die Verwaltung hatte abgeben müssen, war er als Berater weiterhin aktiv geblieben, hatte sich als Ansprechpartner angeboten und für den Park eingesetzt. "Wenn gewünscht, würde ich das auch weiterhin gerne tun."

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