Rhein-Erft
Nachrichten und Bilder zu allen Ereignissen aus dem Rhein-Erft Kreis und Bergheim

Vorlesen
1 Kommentare

„Kaiserbahnhof GmbH“: Leckere Gerichte für jeden Geldbeutel

Erstellt
Gemeinsam mit dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes und Geschäftsführer zweier Kölner Immobiliengesellschaften, Wolfgang von Moers, hat Roger Schönau die WuR-Management GmbH gegründet und die Gastronomie in dem altehrwürdigen Gebäude übernommen. Von
Drucken per Mail
Brühl

„Das wird keine bloße Neueröffnung, sondern wir verfolgen ein völlig anderes Konzept“, betont Roger Schönau. Gemeinsam mit dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes und Geschäftsführer zweier Kölner Immobiliengesellschaften, Wolfgang von Moers, hat Schönau die WuR-Management GmbH gegründet und die Gastronomie in dem altehrwürdigen Gebäude übernommen. Die Neueröffnung ist für den 1. Mai geplant. Die ursprüngliche Betreibergesellschaft, die „Kaiserbahnhof GmbH“, hatte laut Schönau bereits im Dezember vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet.

Roger Schönau

Roger Schönau ist Betriebswirt und seit 1987 selbstständiger Groß- und Einzelhandelskaufmann. Er ist Geschäftsführer der Schönau Foodservice GmbH und Co. KG in Köln. Schönau beliefert als Lebensmittelgroßhändler für die gehobene Gastronomie nach eigenen Angaben unter anderen das Kameha Grand in Bonn, das Steiggenberger Hotel auf dem Petersberg, das Hotel Excelsior in Köln und den Breidenbacher Hof in Düsseldorf.

Wer zurzeit im Restaurant im Kaiserbahnhof einkehren will, steht vor einer verschlossenen Tür. Die Gaststätte ist schon seit geraumer Zeit geschlossen. Nur noch gebuchte Veranstaltungen wie Hochzeitsessen werden durchgeführt. „Der Event-Bereich lief ganz gut. Aber das Restaurant hatte nicht genug Gäste. Im November und Dezember war das schon brutal“ , berichtet der ehemalige Restaurantleiter Alexander Zimmermann. Er wird sein Know-how nun als Mitglied der Geschäftsleitung und Betriebsleiter in die neue GmbH mit einbringen. Das ist für Schönau, der in Köln einen Lebensmittelgroßhandel führt, sehr wichtig, denn „wir wollen aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen“.

Im Kaiserbahnhof werden ab Anfang Mai eine Handvoll von Betrieben beheimatet sein. „Dazu gehören das Restaurant 1875, der Biergarten, ein Institute of Culinary Art, eine Brasserie, eine Belle Etage für Veranstaltungen, ein Tagungszentrum und das Standartengewölbe im Keller, in dem künftig auch geheiratet werden kann“, erzählt Schönau. Das Restaurant wird am Bahngleis eine separate Terrasse und einen Holzspielplatz erhalten. Das Tagungszentrum im ersten Obergeschoss wird laut Schönau um 300 Quadratmeter erweitert. Dafür werden Büros von einer Firma genutzt, die innerhalb des Bahnhofs umgezogen ist. Auch der Einbau eines Aufzugs ist vorgesehen, damit alle Räume barrierefrei erreichbar sind.

„Wir wollen verschiedene Zielgruppen ansprechen. Deshalb werden in der Brasserie, im Restaurant und im Biergarten unterschiedliche Gerichte zu verschiedenen Preise angeboten“, erzählt der Geschäftsführer. Vorgesehen ist beispielsweise ein Mittagstisch für 8,90 Euro. „Der Sonntagsbrunch soll weiter angeboten werden, aber wir wollen die Qualität verbessern, ohne teurer zu werden“, sagt Schönau. „Als Küchenchef haben wir einen namhaften Koch verpflichtet, der zu den 100 besten in Deutschland gehört“, verrät der Geschäftsführer.

Im Biergarten wird es künftig nur noch Selbstbedienung geben. „Neue Tische und Bänke werden aufgestellt. Raumteiler sollen Nischen und damit Rückzugsräume für Familien und kleine Gruppen schaffen. „Der Biergarten soll so idyllisch werden, wie man es von alten Bildern her kennt“, sagt Schönau. Auch der Container, aus dem das Essen ausgegeben wird, soll umgestaltet werden. Er soll wie ein Zugwaggon aussehen, der in einen Bahnhof eingefahren ist. Hinter dem Institut of Culinary Art verbirgt sich ein Ausbildungs- und Weiterbildungszentrum für Fach- und Führungskräfte aus dem Gastronomiebereich.

In der Brasserie ist eine lange Tischreihe geplant und eine Glastür zur Küche hin, damit man den Köchen bei ihrer Arbeit quasi über die Schulter schauen kann. Das Brot soll in einem historisch anmutenden Backofen am Rande des Gastraums frisch gebacken werden. Die Veranstaltungen werden künftig von der Eventmanagerin Carolin Selig betreut. Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, wurde eigens ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Wir werden auch viel Geld ausgeben, um die Geräuschkulisse im Inneren des Gebäudes zu senken“, sagt Schönau. Das fange bei schallschluckenden Bildern an und höre bei speziellen Tischdecken auf. „Der Kaiserbahnhof soll ein Teil von Brühl sein. Hier sollen Kinder ihre Kommunion feiern und später dann auch heiraten“, lautet die Zielsetzung von Schönau.

Rundschau auf dem iPad
Kleinanzeigen
FACEBOOK
Kölnische Rundschau
Rundschau-Service
Rundschau-Altenhilfe

Die Rundschau-Altenhilfe unterstützt ältere Menschen mit Spenden und Zuwendung. Helfen Sie mit!

Rundschau-Service