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Berliner Ring: Mietbetrug im Bergheimer Abrisshochhaus

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Den Abbruch des Hauses am Berliner Ring bereitet die Stadt Bergheim zurzeit vor. Einige der maroden Wohnungen wurden in betrügerischer Absicht dennoch vermietet.  Foto: Fratz
Mehrere Familien wurden offenbar Opfer eines Betrügers, der ihnen Wohnungen im Hochhauskomplex am Berliner Ring vermietet hat, ohne in deren Besitz zu sein. Da die Stadt derzeit den Abbruch des Gebäudes vorbereitet, müssen die Geprellten nun ihre Wohnungen räumen. Von
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Bergheim

Mehrere Familien wurden offenbar Opfer eines Betrügers, der ihnen Wohnungen im Hochhauskomplex am Berliner Ring vermietet hat, ohne in deren Besitz zu sein. Da die Stadt derzeit den beschlossenen Abbruch des Gebäudes für Anfang 2014 vorbereitet, müssen die Geprellten nun ihre Wohnungen räumen. Gegen den namentlich bekannten mutmaßlichen Täter hat die Stadt Bergheim bereits Strafantrag gestellt.

Etwa 50 Personen, darunter mehrere Kinder, seien laut Klaus-Hermann Rössler, Beigeordneter der Stadt, von dem Fall betroffen. „Da hat einer Wohnungen vermietet, die ihm nicht gehörten“, sagt er. Zum Teil seien wohl eigens Familien aus Rumänien angelockt worden, die Anfang des Jahres in das Abrissgebäude eingezogen seien. Wie sich der Täter Zutritt zu den leerstehenden Wohnungen verschafft hat, ist unklar. Die zu Unrecht verlangte Miete, etwa 500 Euro für eine Ein-Zimmer-Wohnung, wurde für zwei Monate im Voraus kassiert.

Der Hausverwalter habe die Betrogenen direkt nach ihrem Einzug informiert, dass sie nicht bleiben könnten, sagt Klaus-Hermann Rössler. Zwei Briefe, einen Mitte Januar, einen in der vorigen Woche, habe die Verwaltung zudem verschickt. Einige Familien hätten bereits reagiert, sie seien ausgezogen oder stünden unmittelbar davor. Andere sehen aber offenbar noch keine Alternative. Doch auch bei diesen sei nun der Strom abgestellt worden, räumt Rössler ein.

Laut dem Beigeordneten blieb der Stadt keine andere Wahl: Man müsse vermeiden, dass durch weitere illegale Handlungen eine noch unübersichtlichere Situation entstehe. „Wir müssen zudem die Kosten im Komplex so gering wie möglich halten“, sagt Rössler. Daher werde nach und nach in den über 200 Wohnungen Strom und Wasser abgestellt. Da komme es in der Tat auf jeden Tag an, meint er.

Den Familien nun Räume in Asylbewerberheimen zuzuweisen, sei aber schwierig, sagt Rössler. Die Belegungszahlen seien schon jetzt sehr hoch. Er können jedoch versichern „dass wir niemanden in die Obdachlosigkeit entlassen“. Vor allem auf die Kinder habe man ein Auge.

Gegen den mutmaßlichen Betrüger läuft derweil ein Strafverfahren. Dies bestätigte die Polizei am Montagnachmittag. Ob der Verdächtige bereits vernommen werden konnte, war gestern nicht zu erfahren.

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