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Sozialladen „Carisma“: Ein Geschäft für mehr Gerechtigkeit

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Sehr  modern präsentiert sich der neue Sozialladen „Carisma“ in Bedburg. Das ehrenamtliche  Team um Koordinator Achim Niepel (2.v.r.) will alle Käuferschichten ansprechen. Der Vorsitzende des Stadt-Caritasrats, Pfarrvikar Gerhard Dahne (M.), hofft auf weitere Unterstützer. (Foto: Graf) 
Er soll ein Beitrag sein gegen die weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich: Am Montag eröffnete „Carisma“, der Sozialladen des im Juni gegründeten Stadt-Caritasrats Bedburg. Alle ansprechen und die Bedürftigen unterstützen, das ist das Ziel.  Von
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Bedburg

Er soll ein Beitrag sein gegen die weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich: Am Montag eröffnete „Carisma“, der Sozialladen des im Juni gegründeten Stadt-Caritasrats Bedburg. Auf über 300 Quadratmetern werden in der Otto-Hahn-Straße gut erhaltene Kleidung und Hausrat aller Art angeboten. Meist für wenige Euro, für manches Babyutensil reichen bereits 50 Cent.

„Das ist ein guter Tag für Bedburg und die Umgebung“, sagte Pfarrvikar Gerhard Dane bei der Einweihung des Geschäfts, das einst ein Fliesengeschäft und zuletzt einen Modeladen beherbergte. Was Dahne so sicher macht, ist der Grundgedanke der Einrichtung: Hier, sagt er, solle jeder Kunde König oder Königin sein. „Wir wollen in Würde chic machen.“

Angesprochen werden sollen nicht nur finanziell Schwache. Man rechne auch mit Kunden, die durchaus woanders kaufen könnten und hier auf ein Schnäppchen hoffen, meint Dahne. Prima, auch dadurch werde die Idee unterstützt. „Wir sind für alle offen.“ Als Konkurrenz zum Einzelhandel will man sich aber nicht verstanden wissen. Vielmehr als Belebung: „Mancher wird in Bedburg neu kaufen, weil er bei uns anständig los wird, was eigentlich noch gut genug wäre“, sagte Dane. Und so sieht er „Carisma“ auch als Beitrag gegen die Wegwerfgesellschaft.

Das Geschäft unterscheidet sich in der Tat kaum von einer modernen Boutique. Hell und freundlich werden gut erhaltene Kleidung, werden Bettwäsche, Küchenutensilien oder Spielzeug präsentiert. Die gespendeten Kleiderständer von der Kaufhof AG und die Schaufenster-Schriftzüge von Maler Walter Karger wirken äußerst ansprechend. Nur die Preise auf den Schildern machen deutlich, dass es sich hier Geschäft für mehr Gerechtigkeit handelt. Sieben bis zehn Euro für einen Anzug hält ein beeindruckter Bürgermeister Gunnar Koerdt „für mehr als fair“.

Es gehe darum, Akzeptanz zu schaffen, erläutert „Carisma“-Koordinator Achim Niepel. Ein Laden für jedermann, der die Bedürftigen unterstützt, soll er sein, sagt er. „Dafür wollen wir uns professionell präsentieren. „Ein großes ehrenamtliches Team um Martina Beek, die den Verkauf leitet, und Dagmar Haan, die sich um die Finanzen kümmert, soll genau das sicherstellen.

Lob kam zudem von Marianne Greschner, die bis vor kurzem die Caritas-Kleiderkammer im alten Feuerwehrhaus betrieben hat. Es gefalle ihr, so die 82-Jährige, einbringen wolle sie sich aber nicht mehr. „Jetzt sollen die Jüngeren ran.“

Gerhard Dane bedankte sich für Greschners Einsatz – und hofft nun auf gute Resonanz für den Nachfolgeladen. Sollte nämlich nach Abzug der Betriebskosten Geld übrig bleiben, käme dieses caritativen Zwecken zugute. Der Pfarrvikar ist zuversichtlich: „Wenn wir so viele Kunden haben wie bislang Spender, wird das ein Bombengeschäft.“

Der Sozialladen „Carisma“, Otto-Hahn-Straße 3 (Nähe Lidl), hat ab sofort montags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

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