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Entwicklung: Facelifting für den Michaelsberg

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Wie soll der grüne Michaelsberg künftig aussehen? Um diese Frage dreht sich das Integrierte Entwicklungskonzept. Foto: Böschemeyer
Es ist das Wahrzeichen der Stadt, aber zweifellos in die Jahre gekommen: der Michaelsberg. Steinschlag, gesperrte Wege, wacklige Bäume, brüchige Mauern – es ist einiges im Argen auf dem Berg.
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Siegburg

Es ist das Wahrzeichen der Stadt, aber zweifellos in die Jahre gekommen: der Michaelsberg. Steinschlag, gesperrte Wege, wacklige Bäume, brüchige Mauern – es ist einiges im Argen auf dem Berg, was auch ohne die neue Nutzung der Abtei durch das Katholisch-Soziale Institut (KSI) nach Umbau und Erweiterung des Klosters hätte in Angriff genommen werden müssen.

Für die Stadt Siegburg Anlass, grundsätzlich über das künftige Aussehen der Frei- und Grünflächen um die ehemalige Abtei nachzudenken – und zwar am besten im öffentlichen Dialog mit der Bevölkerung. Der Planungsausschuss gab am Freitag in einer Sondersitzung offiziell den Startschuss für diesen Prozess, an dessen Ende ein „Integriertes Entwicklungskonzept Michaelsberg“ stehen soll.

Schon am 6. März soll in einem ersten Bürgerforum die Ausgangssituation analysiert und die Positionen der Siegburger Bürger erfragt werden. Im zweiten Bürgerforum am 15. April sollen ein Leitbild und mögliche Entwicklungsszenarien für ein Gesamtkonzept erarbeitet und mit den Bürgern diskutiert werden. Im dritten Bürgerforum am 19. Juni sollen aus den Anregungen der Bevölkerung und aus den Entwicklungsszenarien das Konzept und konkrete Maßnahmen für Teilbereiche abgeleitet werden. Und schließlich soll am 9. Oktober im vierten Bürgerforum das Konzept mit Kostenberechnungen vorgelegt werden, skizzierte Peter Köster, dessen Hamburger Büro „arbos Freiraumplanung“ , Regionale 2010 erfahren, die Leitung der prozessbegleitenden Arbeitsgruppe inne hat. In dieser sind neben Vertretern der städtischen Verwaltung und Parteien verschiedene Fachingenieure vertreten.

Betrachtet werden aber nicht nur die zwölf Hektar von Berg und Mühlentorplatz, sondern auch 40 Hektar des Innenstadtbereichs und der Fußgängerzone. Dabei geht es um Vernetzung und um Beschilderungen nach der Eröffnung des KSI 2016.

Allein die Grünen stimmten gegen das Konzept und die Vorgehensweise . „Falsche Reihenfolge“, schimpften Hans-Werner Müller und Charly Halft. „Wir können nicht über das Drumherum diskutieren, ohne die Details für das KSI-Bauvorhaben zu kennen. Die Leute interessiert, wie der zusätzliche Verkehr während der Bauphase und nach Eröffnung des Instituts abgewickelt wird und die Veränderung der Silhouette. Für die Pflege der Wege und der Mauern brauchen wir keine Bürgerbeteiligung.“

Das sehen Verwaltung und übrige Fraktionen anders. Es gebe einen breiten Konsens in Politik und Bevölkerung zu den Umbauplänen der Abtei und zum Standort des Anbaus auf dem jetzigen Parkplatz. Der Sieger des Architekturwettbewerbs, das Kölner Büro Meyer Schmitz-Morkramer, habe aber noch keinen Auftrag erhalten, einen Bauantrag zu entwickeln. Damit sei, laut Bürgermeister Franz Huhn, im März zu rechnen.

Ohne Baustraße am östlichen Hang aber sei das 40 Millionen Projekt nicht zu realisieren. Ob diese Zuwegung nach Inbetriebnahme der Bildungseinrichtung erhalten bleiben muss, oder aber besser zurückgebaut werden kann, soll sich nach einer Erprobungsphase herausstellen, auch das wurde auf Anregung von Jürgen Becker (CDU) in den Beschluss mitaufgenommen. Franz Huhn appellierte zugleich an alle Bürger, sich an der Entwicklung des Konzeptes zu beteiligen. (kmü)

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