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Gerichtsprozess: Nebenbuhler vor der Frau erschossen

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Symbolbild Foto: iStock
In der Nacht zum 23. Juli erschien in der Polizeiwache Siegburg ein Mann und erklärte: „Ich habe gerade jemanden erschossen.“ Das Opfer des 58-Jährigen war der neue Freund seiner Ehefrau. Nun wurde die Anklage erhoben. Von
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Bonn/Troisdorf

In der Nacht zum 23. Juli 2012 erschien um 6.27 Uhr in der Polizeiwache Siegburg ein Mann und erklärte den Polizeibeamten: „Ich habe gerade jemanden erschossen. Die Pistole liegt in meinem Auto.“ Das Opfer des 58-Jährigen war der neue Freund seiner Ehefrau, von der er bereits seit Monaten getrennt lebte. Der 52-Jährige war in der alten Familienwohnung mit fünf Schüsse niedergestreckt worden, zwei davon – in Kopf und Oberkörper – „waren geeignet, tödlich zu sein“. Um 8.45 Uhr starb er an den Folgen der Schüsse.

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat den 58-jährigen Familienvater am Donnerstag wegen Mordes angeklagt. „Aus niedrigen Beweggründen“, davon ist Oberstaatsanwalt Robin Faßbender überzeugt. Denn der Angeklagte, der in den Jahren zuvor selber zahlreiche Liebschaften hatte, habe seiner Frau keinen anderen Mann gegönnt. Bevor er ernst machte, hatte es bereits zahlreiche Drohungen gegeben. So soll er den Nebenbuhler auf der Straße überholt, mit dem Auto gestoppt, mit einem Messer an die Autoscheibe geklopft und per Handzeichen signalisiert haben, dass er ihm die Kehle durchschneiden werde. Auch in der Bäckerei, in der seine Frau arbeitete, habe er lauthals verkündet, dass er beide töten werde. Es gab mehrere Strafanzeigen, auch mehrere Warnungen der Polizei an den Angeklagten, die Frau und auch ihren Freund in Ruhe zu lassen. Schließlich wurde vom Amtsgericht Siegburg im April 2012 sogar ein Annäherungsverbot ausgesprochen. Drei Monate hatte der Angeklagte sich an das Verbot gehalten. Bis zur Tatnacht.

Laut Anklage war er gegen 5 Uhr morgens mit einem Schlüssel ins Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Troisdorf eingedrungen und hatte gewartet, bis seine 48-jährige Ehefrau zur Arbeit gehen wollte. Als sie gegen 6 Uhr erschien, habe er mit einer Eisenstange durch den Türspalt geschlagen und seine Frau am Kopf getroffen.

Nachdem der Freund der Ehefrau zu Hilfe kam, gelang es ihnen, die Haustür wieder zuzudrücken und sich in der Küche, wo sich auch die beiden Töchter der Eheleute – 17 und 14 Jahre alt – aufhielten, zu verschanzen. Dem Angeklagten jedoch sei es gelungen, mit „körperlicher Gewalt die Wohnungs- und die Küchentür zu durchbrechen“. Dort hat er fünf Mal auf den Nebenbuhler gezielt, die beiden tödlichen Schüsse soll er abgegeben haben, als der Mann schon am Boden lag. Die Ehefrau und beide Töchter standen daneben. Der Prozess findet demnächst vor dem Bonner Schwurgericht statt.

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