Sport
Spielberichte, Interviews, Liveticker und Nachrichten aus der Sport-Welt

Vorlesen
0 Kommentare

1. FC Köln: Podolski-Wechsel indirekt bestätigt

Erstellt 01.03.2012
Der Weggang von Nationalspieler Lukas Podolski vom 1. FC Köln scheint beschlossene Sache. Die Aussagen von Trainer Stale Solbakken lassen wenig Raum für Interpretation. Ein Teil der Ablösesumme würde allerdings an Investoren fließen. Von Achim Schmidt
Drucken per Mail
PRO Podolski
(Bild: dpa)

KÖLN. Die Autogramme von Lukas Podolski waren am Geißbockheim auch gestern wieder äußerst begehrt. Und der 26-jährige Nationalspieler des 1. FC Köln nahm sich nach der morgendlichen Trainingseinheit reichlich Zeit für seine Fans - auch für gemeinsame Fotos. Es gab keinerlei Groll von den Anhängern nach den jüngsten Spekulationen über seinen anstehenden Wechsel. Im Gegenteil, die FC-Sympathisanten zeigten größtenteils Verständnis für den wohl nahenden Abschied ihres Lieblings.

Die vielen Kamerateams und Journalisten, die auf die kölsche Symbolfigur warteten, wurden anschließend allerdings links liegen gelassen. Kein Kommentar - und somit keine offizielle Aussage dahingehend, dass sich Podolski längst über einen Vertrag nach Saisonende mit dem englischen Erstligisten FC Arsenal geeinigt hat. Auch von Seiten der FC-Verantwortlichen und des Managements von Podolski in Person von Kon Schramm (die Rundschau berichtete) gab es bis jetzt (noch) keinerlei Bestätigungen für einen Wechsel auf die britische Insel.

Doch die Aussagen seines Trainers ließen wenig Spielraum für Interpretationen. "Ich weiß etwas mehr als ihr", sagte Stale Solbakken mit einem Lächeln und ließ durchblicken, dass der Abgang von Podolski beschlossene Sache ist. "Ich werde seine Entscheidung respektieren", sagte der Norweger ziemlich unzweideutig: "Aber für mich ist wichtig, dass er alles unter Kontrolle hat und sich auf die kommenden elf Spiele konzentrieren kann."

Podolski und der Londoner Premier-League-Club scheinen sich längst einig geworden zu sein. Dort würde der 95-fache Nationalspieler mit Per Mertesacker und Trainer Arsène Wenger zumindest auf zwei Personen treffen, mit denen er sich auch auf deutsch unterhalten kann.

Nun müssen die Vereine noch den finanziellen Ausgleich finden. Für den FC hat damit der Poker um eine möglichst hohe Ablösesumme für Podolski, der noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013 besitzt, begonnen. Ein Wechsel für eine Ablöse von mehr als 20 Millionen Euro, wie sie der FC Arsenal in der Winterpause angeblich angeboten hat, scheint auf den zweiten Blick unwahrscheinlich, wenn der kölsche Superstar unbedingt weg möchte. 15 bis 20 Millionen Euro sind realistischer. Geld, das der FC angesichts der Verbindlichkeiten von fast 30 Millionen Euro dringend gebrauchen kann. Wobei ein Teil der Einnahmen nicht in der Vereinskasse verbucht werden kann, weil Investoren wie Verwaltungsratsmitglied Franz-Josef Wernze oder Sponsor Frank Asbeck (Solarworld) 2009 die Verpflichtung Podolskis mitfinanziert haben. Auch der FC Bayern München, der seinerzeit rund zehn Millionen Euro Ablöse für den Stürmer aus Köln erhalten hat, profitiert finanziell von einem Verkauf und erhält einen Bonus.

Ungeachtet dessen richten sich die Blicke für den FC auf die Sonntagpartie der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim. Während Kevin Pezzoni nach überstandenem Nasenbeinbruch wieder im Kader stehen wird, scheint ein Einsatz der verletzten Pedro Geromel, Ammar Jemal und Henrique Sereno zum jetzigen Stand wenig wahrscheinlich.

Fehlen werden zudem Milivoje Novakovic (Hüftverletzung) und der gesperrte Sascha Riether, während Miso Brecko und Slavomir Peszko nach überstandener Gelbsperre wieder zur Verfügung stehen.

Mitmachen und gewinnen!
Der offizielle Bundesliga-Spielball "Torfabrik" l

Machen Sie mit beim Bundesliga-Tippspiel der Rundschau und gewinnen Sie tolle Preise rund um den 1. FC Köln!

mehr Bildergalerien
Rundschau auf dem iPad
Kleinanzeigen
Rundschau-Service
Liveticker
Kölns Maskottchen Sharky tanzt auf dem Eis.

Verfolgen Sie alle DEL-Spiele der Kölner Haie im KEC-Liveticker!

Videos
Rundschau-Service