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1. FC Köln gegen HSV: Ohne Kapitän Lehmann zum Hamburger SV

Matthias Lehmann, hier beim Spiel gegen Werder Bremen, wird am Sonntag fehlen.

Matthias Lehmann, hier beim Spiel gegen Werder Bremen, wird am Sonntag fehlen.

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dpa

Köln -

Es gibt Momente im Dasein des 1. FC Köln, die absoluten Seltenheitswert besitzen. Momente, die es nur dann gibt, wenn es tatsächlich nicht mehr anders machbar ist. Beim Gastspiel der Geißböcke beim Hamburger SV (15.30 Uhr/Sky) ist es wieder einmal so weit. Um genau zu sein, passiert es erst zum dritten Mal, seitdem der FC sich wieder zu den Mitgliedern der Fußball-Bundesliga zählen darf, dass Matthias Lehmann nicht auflaufen wird. Der Kapitän fehlt nach 19 Startelfeinsätzen in den bislang 19 absolvierten Bundesliga-Spielen dieser Saison, weil er fünf Gelbe Karten gesammelt und sich damit eine Sperre verdient hat.

„Er gehört bei uns zu den Spielern, die fix sind und genießt großes Vertrauen“, weist Peter Stöger auf die Bedeutung seiner Nummer 33 im FC-Gefüge hin. Schlaflose Nächte bereitet dem Kölner Trainer der Ausfall seines Kapitäns deswegen aber noch lange nicht: „Wir sind in der Lage, Matzes Fehlen mit dem uns zur Verfügung stehenden Personal zu kompensieren“, erklärt Stöger gelassen.

Die Sechser-Position Lehmanns gehört ohnehin zu den Plätzen, für die Stöger über eine große Auswahl und entsprechende Möglichkeiten verfügt. Beim seit fünf Spielen sieglosen und heimschwachen HSV (erst zwei Saisonsiege im Volksparkstadion) dürfte Kevin Vogt erste Wahl als Lehmann-Ersatz sein. Und wenn alles nach Plan läuft, wird Jonas Hector nach seinem vielversprechenden Debüt beim 1:1 in Wolfsburg wieder als zweiter Sechser auflaufen. „Wir haben ihn nach einem Schlag auf den Fuß am Donnerstag im Training geschont. Es sieht aber im Moment nicht danach aus, als ob Jonas ausfällt“, gab der FC-Coach Entwarnung. Tatsächlich nahm Hector dann auch am Freitag am Nachmittagstraining teil.

Kapitänsthema hat keine Priorität

In Hamburg wird der aktuell einzige Kölner A-Nationalspieler wohl auch Lehmanns Kapitänsbinde tragen. Bestätigen konnte Stöger dies aber nicht. Das Thema besitzt für ihn nämlich keine besondere Priorität: „Der Kapitän nimmt nicht viel Einfluss, außer als Spieler auf das Spiel und dafür braucht er das Schleifchen nicht. Von der Einteilung her müsste es aber Jonas sein.“ Bis auf Lehmann und den noch fraglichen Dusan Svento (Knieprobleme) stehen dem Österreicher am Sonntag alle Spieler zur Verfügung. Das bedeutet, dass neben Dominique Heintz (Grippe) und Frederik Sörensen (Rücken) auch Pawel Olkowski wieder eine Option für den 18er-Spieltagskader ist. Der polnische Nationalspieler hat nach seiner Versetzung am vergangenen Wochenende in die U21 laut Stöger unter der Woche die richtige Reaktion gezeigt: „Er braucht Substanz für sein Spiel. Er hat die Einheit in der U21 positiv aufgenommen und genutzt, um wieder in die Spur zu kommen“, lobte der 49-Jährige die konzentrierte Trainingsarbeit des Rechtsverteidigers.

Gegen den HSV hat Stöger übrigens mit dem FC in der Bundesliga noch nicht verloren und in drei Partien als seltenes Ereignis erst einen Gegentreffer kassiert: „Schöne Statistik“, tut Stöger diese Bilanz ab und warnt: „Alle drei Spiele waren knapp, und so wird es Sonntag wieder sein.“

 

Voraussichtliche Aufstellungen: Hamburger SV: Adler, Diekmeier, Djourou, Cleber, Ostrzolek, Jung, Holtby, Drmic, Hunt, Müller, Lasogga. – 1. FC Köln: Horn, Risse, Maroh, Heintz (Mavraj), Mladenovic, Vogt, Hector, Zoller, Gerhardt, Bittencourt, Modeste. – SR.: Brych.


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