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1. FC Köln gegen VfB Stuttgart: 1. FC Köln verliert gegen VfB Stuttgart

Jonas Hector und Daniel Didavi im Kampf um die Kugel.

Jonas Hector und Daniel Didavi im Kampf um die Kugel.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Köln -

Damit setzte sich die schwarze Serie gegen die Schwaben fort. Seit Herbst 2000 gab es keinen Heimsieg mehr gegen den VfB. Angesichts der weitgehend ideenlosen Spielweise und dem gleichzeitig beherzten Auftritt der Gäste ging die Niederlage auch in Ordnung.

Das 1:1 zur Pause ging angesichts der Spielanteile und Chancen in Ordnung. Hüben wie drüben hatten sich die Offensivabteilungen Möglichkeiten erspielt, ohne allerdings besonders zu dominieren.

Über weite Phasen fand das Spielgeschehen zwischen den Strafräumen statt, wirkte verhalten und von Zurückhaltung geprägt. Die legten die Gäste als erste ab, als Kapitän Christian Gentner in der zehnten Minute von links im Strafraum frei zum Schuss kam. Doch Timo Horn klärte reaktionsschnell mit einer Faustabwehr.

Der Kölner Führung ging ein gravierender Fehler von Serey Die voraus. Der vertändelte den Ball im Mittelfeld, so dass Marcel Risse in den VfB-Strafraum sprinten konnte. Dort stellte sich ihm Georg Niedermeier wie ein Prellbock in den Weg, was einen Elfmeterpfiff durch Manuel Gräfe zur Folge hatte.

Anthony Modeste knallte den Ball zentral ins Tor, während Przemyslaw Tyton in seine linke Ecke flog. Dorthin hatte Modeste im Rahmen der Rückrundenvorbereitung gegen den MSV Duisburg zwei Strafstöße verwandelt.

Abspielfehler brachte Stuttgarter entscheidend ins Spiel

In der Folgezeit wirkten die Gastgeber stabiler, kontrollierten die Begegnung. So war es ebenfalls ein katastrophaler Abspielfehler, der die Stuttgarter entscheidend ins Spiel brachte. Pawel Olkowski schoss den Ball aus wenigen Metern völlig unmotiviert Filip Kostic vor die Füße. Der übersprintete den Rechtsverteidiger, und Timo Werner verlängerte vor Dominique Heintz aus abseitsverdächtiger Position Richtung Tor. Timo Horn war zwar reaktionsschnell am Ball, doch den Abklatscher drückte Daniel Didavi ins Tor.

So schwach Pawel Olkowski hier agierte, so zögerlich spielte er zwei Mal (14./25.) in der Offensive, als er an der Grundlinie nach innen statt zurück zu freistehenden Kollegen spielte.

Eine gute Möglichkeit verweigerte Schiedsrichter Manuel Gräfe den Hausherren noch in der 39. Minute. Einen Schuss des emsigen Yuya Osako lenkte Georg Niedermeier zwei Meter zentral vor dem Strafraum mit dem ausgestreckten linken Arm ab. Zumindest der Linienrichter hätte das sehen und melden müssen.

Als Peter Stöger die Herausnahme von Pawel Olkowski und die Hereinnahme von Simon Zoller in der 51. Minute vorbereitete, gingen die Stuttgarter in Führung. Nach einem Eckball sprang der kleine Timo Werner zwischen den den Raum deckenden Doiminique Heintz und Dominic Maroh am höchsten und nickte den Ball ein.

Dem FC fehlte eine ordnende Hand

Der FC versucht in der Folge das Spiel zu kontrollieren und zu geordneten Angriffen zu kommen. Doch es fehlt eine ordnende Hand. Zudem rutschen die Spieler beider Mannschaften auf dem seifigen Boden immer wieder weg.

In der 66. Minute kam Winterverpflichtung Filip Mladenovic zu seinem Bundesligadebüt. Der angeschlagene Leonardo Bittencourt machte für ihn Platz. Der Serbe kam auch bereits nach 35 Sekunden zu einer Flanke, doch Stuttgarts Torwart fing den Ball ab. Im Gegenzug musste Timo Horn gegen Filip Kostic klären und hatte Glück, dass ein Nachschussversuch abgeblockt wurde.

Eine weitere starke Parade zeigte Kölns Schlussmann bei einem Schuss von Christian Gentner, den er aus seiner linken oberen Ecke um den Pfosten drehte. Der VfB blieb weiter gefährlich, während den Hausherren die Ideen fehlten. Auch der mittlerweile eingewechselte Milos Jojic wusste nicht dafür zu sorgen.

Statt des Ausgleichs für Köln gelang den Gästen schließlich noch der dritte Treffer. Lukas Rupp spielte sich im Strafraum schön durch, legte quer, so dass Kapitän Christian Gentner nur noch einschieben musste.

Köln: Horn; Olkowski (52. Zoller), Maroh, Heintz, Hector; Vogt (71. Jojic), Lehmann; Risse, Osako, Bittencourt (66. Mladenovic); Modeste.

Stuttgart: Tyton; Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insua; Serey Die; Didavi, Rupp (87. Klein), Gentner, Kostic (90.+2 Baumgartl); Werner (77. Kravets).

SR: Gräfe (Berlin).

Tore: 1:0 Modeste (19., Foulelfmeter), 1:1 Didavi (36.), 1:2 Werner (51.), 1:3 Gentner (80.).

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft).

Gelbe Karte: Niedermeier.


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