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1. FC Köln trainiert wieder nach der Weihnachtspause: So früh wie möglich den Klassenerhalt sichern

FC-Sportchef Jörg Schmadtke (links) mit Trainer Peter Stöger. (Archivfoto)

FC-Sportchef Jörg Schmadtke (links) mit Trainer Peter Stöger. (Archivfoto)

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Thilo Schmülgen

Köln -

Nur mit leichtem Handgepäck flog Peter Stöger am Sonntagabend aus seiner Heimatstadt Wien zurück nach Köln. Der doppelte Haushalt, der aufgrund einer bald möglichen vorzeitigen Verlängerung seines beim 1. FC Köln bis Juni 2017 laufenden Vertrags weiter Bestand haben dürfte, macht es möglich. Am Montagnachmittag steht dann für den Trainer und die FC-Profis die erste Trainingseinheit nach der Weihnachtspause an.

Ob Linksverteidiger Filip Mladenovic (24) dann als Neuzugang dabei ist, war am Sonntag noch ungewiss. Einige Kleinigkeiten galt es mit dem abgebenden Club Bate Borissow noch zu klären. Dagegen seien zwischen dem FC und dem Außenverteidiger, der einen Vertrag bis zum Juni 2019 erhält und gut 1,5 Millionen Euro Ablöse kostet, die Vertragsmodalitäten geklärt, hieß es von Vereinsseite.

Da der Serbe aber ohnehin im Vorgriff auf einen im Sommer womöglich schwieriger zu realisierenden Transfer verpflichtet wurde, spiele es keine Rolle, ob er heute oder in den nächsten Tagen komme, so Stöger. Der hatte sich Filip Mladenovic bereits vor Monaten beim Champions-League-Spiel der Weißrussen in Leverkusen angesehen.

Spieler so fit wie vor der Pause

Was seine Spieler anbelangt, so geht der Trainer davon aus, dass sie im zweiwöchigen Urlaub nur wenig von ihrem hohen Fitnessstand verloren haben. Aus diesem Grund könne relativ schnell mit hoher Belastung die Vorbereitung auf den Rückrundenstart in 19 Tagen vorangetrieben werden. Da für die nächsten zehn Tage Plusgrade vorhergesagt werden, sieht der FC-Trainer auch kein Problem darin, dass der 1. FC Köln erstmals seit 2001 kein Wintertrainingslager in südlichen Gefilden durchführt.

"Das ist ein unorthodoxer Weg, aber wir verlieren auf diese Weise keine Trainingstage durch Flüge und mögliche Akklimatisierung", meinte Stöger. Es sei vielleicht bezeichnend, "dass das ausgerechnet zwei Österreicher machen", fügte der Wiener schelmisch hinzu. Denn neben den Kölnern bleibt auch Ralph Hasenhüttl mit dem FC Ingolstadt daheim.

Auf den Trainingsplätzen am Geißbockheim soll vor allem das Umschalt- und das Offensivspiel weiter verbessert werden. Zwar habe man die Anzahl an Torchancen in der Hinrunde bereits deutlich gegenüber der Vorsaison erhöht, aber die Verwertung könne besser werden.

Generelle Umstellung des Spielsystems?

Was eine mögliche generelle Umstellung des Spielsystems auf eine Dreier-Abwehrkette betrifft, so ließ sich Kölns Trainer noch nicht in die Karten schauen. "Wenn es gut funktioniert, ist es ein super System", findet der 49-Jährige, "aber es muss im Zusammenspiel eben alles passen."

Die Schwierigkeit liege dabei weniger in der reinen Defensivarbeit. Die könne von Abwehrchef Dominic Maroh und seinen Nebenleuten Dominique Heintz sowie Frederik Sörensen in perfekter Form umgesetzt werden. Problematisch könne dagegen eine optimalen Umsetzung des Spiels nach vorne sein.

Ob nun mit diesem womöglich zukunftsweisenden System oder einem der von den Kölnern recht variabel umgesetzten Taktiken peilt Peter Stöger eine erneute Weiterentwicklung der Spieler an. Wobei das nach den bisherigen Steigerungen aus seiner Sicht nicht so einfach sei.

Allein bei der Punktausbeute habe man sich seit dem Aufstieg von 19 Zählern in der ersten Hinrunde über 21 in der Rückrunde auf nun 24 verbessert. "Natürlich wollen wir das toppen und so früh wie möglich den Klassenverbleib sichern", sagte der Trainer gestern in Wien.

Dabei könne man freilich nicht davon ausgehen, dass man wie in der zurückliegenden Hinrunde Top-Mannschaften wie Dortmund, Mönchengladbach, Leverkusen und Schalke erneut allesamt besiege. Vielmehr müsse man die notwendigen Punkte gegen vermeintliche Konkurrenten gewinnen, gegen die man im Herbst nicht wie möglich gepunktet habe.