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6:0 des 1. FC Köln gegen Duisburg : Kölner zeigen „geschlossene Leistung“

Die Glückwünsche der Kollegen nimmt Anthony Modeste ungerührt entgegen. (Foto: Schmidt)

Die Glückwünsche der Kollegen nimmt Anthony Modeste ungerührt entgegen. (Foto: Schmidt)

Köln -

Lob für eine gute Trainingseinheit erhielten die Spieler des 1. FC Köln von Trainer und Sportchef nach dem ersten von vier Testspielen. Mehr als eine sehr intensive Belastung für die Dauer von 45 Minuten war es freilich nicht, was den Kölnern von ihrem Gegner abverlangt worden war. Zu überfordert waren die Spieler des MSV Duisburg, was im klaren 6:0-Sieg der Gastgeber zum Ausdruck kam.

Vor allem dann, wenn der Bundesligist im Umkehrspiel Tempo aufnahm oder in der gegnerischen Strafraumnähe das Kombinieren begann, waren die Akteure des Zweitligaletzten ein ums andere Mal überfordert. "Es hat mich gefreut, wie intensiv die Jungs versucht haben, ihre Aufgaben zu erfüllen", zeigte sich Peter Stöger "sehr zufrieden".

Ebenso sah es Jörg Schmadtke: "Es war eine zusätzliche Trainingseinheit, bei der sich die Spieler gut bewegt haben und den Ball laufen ließen. Das war eine geschlossene Leistung."

Den Auftakt des Torreigens bildete nach zwölf Minuten der schön herausgespielte Treffer von Simon Zoller. Es folgten die beiden Treffer von Anthony Modeste. Dabei traf der Angreifer jeweils vom Elfmeterpunkt (16./33.) flach rechts unten. Dem ersten Strafstoß war ein Foul an ihm selbst vorausgegangen, beim zweiten Mal war der flinke Leonardo Bittencourt von den Beinen geholt worden.

Tony kann Elfmeter schießen

"Es ist erfreulich, dass Tony Elfmeter schießen kann", witzelte Peter Stöger. Damit spielte er auf jenen skandalträchtigen Strafstoß an, den der Franzose aufgrund des von Marwin Hintz zertretenen Elfmeterpunkts gegen Augsburg verschossen hatte. Zwischen Modestes erfolgreichen Schüssen vom Punkt hatte Yuya Osako nach einer Hereingabe (28.) von Neuzugang Filip Mladenovic das 3:0 erzielt. "Für Tony und die anderen Spieler sind solche positiven Akzente wichtiger als für mich. Ich sehe vor allem, was sie versuchen umzusetzen. Für sie selbst ist es eine Formüberprüfung, damit sie wissen, wo sie stehen. Und diesbezüglich haben wir mehr positive als negative Dinge gesehen", sagte der FC-Trainer.

Jedem seiner Spieler sei klar, dass man ans Limit gehen müsse, um zu Bundesligaeinsätzen zu kommen. Entsprechend sei das Engagement gewesen. Eine Angenehme Situation für den Wiener: "Die Konkurrenz bei uns wird Gott sei Dank immer stärker." Dazu trug auch Neuzugang Filip Mladenovic bei, der ordentliche Aktionen nach vorne zeigte, defensiv aber kaum gefordert wurde.

Milos Jojic wirkte zurückhaltend

Gewohnt emsig in der Offensive, zweikampfstark und fleißig bei der Rückeroberung von verlorenen Bällen zeigte sich Bittencourt. Mit seiner Laufbereitschaft und Zweikampfintensität fiel er besonders auf. Dagegen wirkte Milos Jojic noch zurückhaltend, vor allem was das Spiel risikoreicher Pässe anbelangte.

Im zweiten Durchgang schraubten Bard Finne (53.) und Maurice Hartel (82.) das Ergebnis höher. Vor allem der Auftritt von Hartel und dem heute 18 Jahre alt werdenden Salih Özcan erfreute Jörg Schmadtke: "Sie haben sich gut ins Team eingefunden, waren keine Fremdkörper und haben zur geschlossenen Leistung beigetragen."

Morgen ist mit dem FSV Frankfurt ein weiterer Zweitligist der nächste Testspielgegner. Erneut wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Franz-Kremer-Stadion gespielt. Dabei will Stöger wieder allen Spielern Einsatzzeit geben, voraussichtlich also erneut zwei Mannschaften bilden. Erst am Samstag beim Test gegen Ligakonkurrent Mainz 05 soll mit der zu erwartenden Startelf für die Begegnung zum Rückrundenauftakt gegen Stuttgart begonnen werden.

Köln 1. Halbzeit: Horn; Risse, Lehmann, Heintz, Mladenovic; Vogt; Zoller, Osako, Jojic, Bittencourt; Modeste.

2. Halbzeit: Mesenhöler; Olkowski, Sörensen, Mavraj, Hector; Gerhardt; Finne, Özcan, Hartel, Svento; Hosiner.