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Akute Gefahr zum Rückrundenstart: Stuttgarter könnten dem 1. FC Köln gefährlich werden

Der Geißbock «Hennes der VIII», Maskottchen des 1. FC Köln, wartet vor den Cheerleadern auf den Spielbeginn.

Der Geißbock «Hennes der VIII», Maskottchen des 1. FC Köln, wartet vor den Cheerleadern auf den Spielbeginn.

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dpa

Köln -

Im Netz kursiert derzeit ein romantisches Bild: Ein Paar steht im Sonnenuntergang und schaut sich händchenhaltend in die Augen. „Sag mir die drei magischen Worte“, bittet die Holde, und ihr Angebeteter ergänzt nur zu bereitwillig – „Bundesliga geht los.

Wenn sich die quälend langen Wochen der Spielunterbrechung dem Ende zuneigen, werden selbst die härtesten Typen weich. Nichts gegen den Boxing Day der englischen Liga, aber Skispringen und Dart-WM können den fußballfixierten Alleinreiter wirklich nicht auf Trab halten. Zum Glück gibt es bei Youtube die englische Kommentierung von Tony Modestes Siegtreffer gegen Dortmund.

Nur nicht kalt erwischen lassen

Heute besteht nun allerdings akute Gefahr zum Rückrundenstart kalt erwischt zu werden. Das liegt weniger am drohenden Blitzeis im Land, als am Gegner aus Stuttgart. Zwar geizt die Schwabenelf seit längerer Zeit mit überzeugenden Auftritten, nur liest sich die Heimbilanz des FC gegen den VfB wie eine ausgewachsene Horrorshow.

Gegen den VfB wartet der FC nun schon seit acht Spielen auf einen Sieg – so lange wie gegen keinen anderen Konkurrenten im Oberhaus der Liga. Die Ergebnisse der letzten Zusammentreffen sind ein nicht enden wollender Albtraum: 0:0, 1:1, 1:3, 1:5, 0:3, 0:0, 2:2, 0:0. Stimmt wirklich. Nicht Bayern München, VfB Stuttgart.

Der letzte Sieg in Müngersdorf datiert vom 29. Oktober 2000. Helmut Kohl war als Ehrenvorsitzender der CDU zurückgetreten, Jenny Elvers zog sich zum ersten Mal für den Playboy aus, und man bezahlte noch mit D-Mark. Doppelter Torschütze war damals Christian Springer, und den Siegtreffer erzielte Dirk Lottner. Auf der Gegenseite stand ein gewisser Pablo Thiam auf dem Platz.

Bundesliga macht Spaß

Dort ist heute Kevin Großkreutz zu erwarten. Das könnte wiederum ein gutes Zeichen sein. Denn von dem sensiblen Jungspund weiß man inzwischen, dass er in der Ferne ein schier übermächtiges Heimweh verspürt und bei Jogi Löw unten durch ist, vor allem aber, dass er ein großes Herz für den 1.FC Köln hat. So groß, dass er zu gerne im Winter an den Rhein statt an den Neckar gewechselt wäre. Schließlich ist dort auch sein Knuddelbruder Lukas Podolski zu Hause. Und Großkreutz schätzt die lokaltypischen Gerichte wie Döner Kebap. Den Wechsel wollte der FC nicht. Sollte sich der frühere Nationalspieler einem Kölner Sieg nicht in den Weg stellen, wäre ihm ein Dank des Vereins dennoch gewiss. In drei Worten gesprochen: Bundesliga macht Spaß.


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