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Der 1. FC Köln trainiert wieder: Peter Stöger ist „schon ein kleiner Wenger“

Die trainingsfreie Zeit hat ein Ende. Das Spiel mit den Bällen hat für die FC-Profis wieder begonnen. (Foto: Schmidt)

Die trainingsfreie Zeit hat ein Ende. Das Spiel mit den Bällen hat für die FC-Profis wieder begonnen. (Foto: Schmidt)

Köln -

Die Begrüßung der neuen Kollegen musste ebenso warten wie die erste Übungseinheit mit ihnen am Geißbockheim. Doch an Filip Mladenovic lag es nicht, dass er am Montag nicht am Trainingsauftakt des 1. FC Köln im neuen Jahr teilnehmen durfte. Die rechtliche Situation verbot dem Neuzugang das Spiel mit dem Ball.

"Es fehlen noch zwei Unterschriften, worauf wir keinen Einfluss hatten", erklärte Alexander Jacob. Der neue Pressesprecher des FC konnte im Gegensatz zu dem linken Außenverteidiger seine Arbeit gestern aufnehmen.

Man gehe aber davon aus, dass die fehlenden Autogramme seitens des abgebenden Clubs Bate Borissow am heutigen Vormittag nach Köln übermittelt werden. Damit wäre für den 24-jährigen Serben grünes Licht gegeben, den rot-weißen Trainingsanzug anzuziehen und am Training teilzunehmen.

Die sportmedizinische Untersuchung hatte Filip Mladenovic am Montagvormittag in der Mediapark Klinik ohne Beanstandungen absolviert, wie es hieß. "Einige Modalitäten sind halt noch zu klären. Aber letztlich ist es ja egal, ob er am Montag oder am Dienstag ins Training einsteigt. Wir freuen uns, dass der Wechsel zustande gekommen ist, wodurch wir unseren Kader weiter verstärken und ausgeglichener gestalten können", sagte Trainer Peter Stöger.

Auf Gesundheit aufbauen

Der hatte den Spielern vor der ersten Einheit vor allem Gesundheit für das neue Jahr gewünscht. "Wenn die stimmt, kann man alles andere darauf aufbauen", hatte der Trainer hinsichtlich der Ziele jedes Einzelnen und denen des Vereins gemeint.

Ein Ziel von Timo Horn ist es, "in der Rückrunde möglichst vier, fünf Gegentore weniger als in der Hinrunde zu bekommen". 21 Mal hatte er hinter sich greifen müssen, wobei es in den Spielen in Frankfurt (2:6) und München (0:4) allein zehn gegnerische Treffer waren.

Als "super Auszeichnung" bezeichnete er die Anerkennung, dass er zum aktuell zweitbesten Torwart der Liga hinter Manuel Neuer gewählt worden war. 244 Bundesliga-Profis hatten an einer geheimen Abstimmung des Fachmagazins "Kicker" teilgenommen. 31,6 Prozent hatten sich für den Münchner Torwart, 11,1 für den Kölner und 10,7 für Hamburgs René Adler entschieden.

Wegen der starken Leistungen war Timo Horn wiederholt auch mit ausländischen Clubs in Verbindung gebracht worden. Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, Jürgen Klopp wolle ihn noch in der aktuellen Transferperiode zum FC Liverpool holen. Davon habe er aus den Medien erfahren, so der FC-Schlussmann. "Das ist aber kein Thema für mich, da ist nichts gekommen." Er würde sich aktuell auch nicht mit Wechselabsichten beschäftigen, "weil ich meinen Teil dazu beitragen möchte, dass wir hier in Köln langfristig Erfolg haben. Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ende.

Peter Stöger bleibt keine 20 Jahre

Ein Ende der Tage von Peter Stöger ist derzeit ebenso wenig in Sicht. Obwohl der Trainer noch einen Vertrag bis zum Sommer 2017 besitzt, hatte Vizepräsident Toni Schumacher jüngst erklärt, man wünsche sich von Vereinsseite, dass der Wiener so lange beim FC bleibe wie Arsène Wenger schon beim FC Arsenal sei; das werden bald 20 Jahre.

"Das ist nicht realistisch", meinte Peter Stöger, der im Frühjahr 50 Jahre alt wird, lächelnd. Er wisse den Wunsch aber einzuordnen, denn es sei ja noch nicht lange her, da sei es in Köln kein Thema gewesen, mit einem Trainer, der noch eineinhalb Jahre lang unter Vertrag steht, über eine Verlängerung zu sprechen.

Für ihn aber sei es egal, ob sein Vertrag bis 2017, bis 2019 oder bis 2021 laufe. So oder so würde es für ihn schwierig, wenn er fünf, sechs Spiele am Stück verliere, denn das dürfe er nicht. "Ich bin gut aufgestellt und fühle mich wohl hier, egal wie lange die Vertragslaufzeit ist. Und für Kölner Verhältnisse bin ich sowieso schon ein kleiner Arsène Wenger."