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Karnevalssitzung des 1. FC Köln: So bunt feiert der FC Karneval in Köln

Peter Stöger kam zur FC-Karnevalssitzung ganz in schwarz mit Totenmaske und Gießkanne auf dem Kopf.

Peter Stöger kam zur FC-Karnevalssitzung ganz in schwarz mit Totenmaske und Gießkanne auf dem Kopf.

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dpa

Köln -

Rheinischer Frohsinn gepaart mit Fußball, das ist die Mischung, die den 1. FC Köln in diesen Tagen auszeichnet. Zwei Tage nach dem Punktgewinn beim Champions-League-Achtelfinalisten VfL Wolfsburg feierte der Club seine traditionelle Karnevalssitzung. Da verstand es sich von selbst, dass FC-Präsident Werner Spinner nach dem Lob für die gezeigte Leistung den Blick auf das nächste Spiel richtete und unter dem Applaus der kostümierten Gäste ausrief: "Die nächste Beute wartet in Hamburg!"

Was dann im Rahmen seiner kurzen Rede folgte, war die unverblümte Forderung, dass man ihn und seine Vizepräsidenten für eine weitere Amtszeit nominieren solle. Im Herbst stehen Neuwahlen an, für die der Mitgliederrat das amtierende Präsidium vorschlagen kann.

Bislang zögerte das Gremium unverständlicherweise, weshalb Werner Spinner spitz formulierte: "Wir setzen im Verein auf Kontinuität. Deshalb haben wir langfristige Verträge mit der Geschäftsführung und den Trainern abgeschlossen. Nur mit dem Vorstand gibt es das noch nicht. Wir hoffen aber auf eine Verlängerung."

Peter Stöger: „Das ist so undurchsichtig wie unsere Taktik!“

Zuvor war so manch ein Gast an dem Vorstandschef achtlos vorbeigelaufen, so gut verkleidet kamen er, seine Stellvertreter Markus Ritterbach und Toni Schumacher, sowie die Geschäftsführer Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke, Sportdirektor Jörg Jakobs und das Trainertrio Peter Stöger, Manfred Schmid und Alexander Bade daher. Von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet waren ihre Gesichter zumeist als Totenmasken geschminkt, wie man es von James-Bond-Darsteller Daniel Craig aus "Spectre", dem letzten der Kultfilme, kannte. Zusätzlich trugen die Herren jeweils eine Gießkanne auf dem Kopf, die mit Totenköpfen und blinkenden Lampen geschmückt waren.

Was diese Maskierung zu bedeuten habe, wisse man allerdings nicht, meinte der FC-Präsident. Auch Trainer Peter Stöger zuckte mit den Schultern, meinte aber grinsend: "Das ist so undurchsichtig wie unsere Taktik!" Er habe im Vorfeld bei der Frage nach der Kostümierung nur darum gebeten, "einmal geschminkt zu einer Karnevalsfeier gehen zu können und dann noch besser auszusehen als normal..."

So einheitlich sich die Führungskräfte des Clubs verkleidet hatten, so unterschiedlich kostümiert kamen die Spieler daher. Neben Dominique Heintz, der als Riesen-Baby auftrat und Yannick Gerhardt als kölschen Römer an seiner Seite hatte, fielen zwei andere Kicker besonders auf: Pawel Olkowski überraschte als Conchita Wurst und Ersatztorwart Thomas Kessler hatte sich als Ex-Kollege Tim Wiese angezogen. Ein mit dem früheren Bremer vor Jahren getauschtes Trikot hatte er so ausgestopft, dass er wie der heute so muskelbepackte künftige Wrestler aussah.