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Kommentar zum 1. FC Köln: Verlängerung ist ein klares Signal

Der Kölner Trainer Peter Stöger

Der Kölner Trainer Peter Stöger

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dpa

Köln -

Kurzlebig geht es zu im Profisport. Hierzulande zeigt sich das vor allem beim Millionengeschäft des Fußballs. Schon kurzfristiger Misserfolg diktiert zuweilen die Verweildauer der Trainer bei einem Club. Die Laufzeit eines Vertrages spielt schließlich keine Rolle mehr, wenn die Ergebnisse nicht mehr stimmen.

In letzter Konsequenz kann sich davon auch der 1. FC Köln nicht freimachen. Dennoch spürt man hier menschlich und fachlich bei den Beteiligten große Übereinstimmung.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Trainerverträge jetzt über längere Zeiträume als allgemein üblich verlängert wurden. Es geschah schließlich aus einer tiefen Überzeugung heraus.

Notwendig wäre dies freilich nicht gewesen, wie Cheftrainer Peter Stöger für sich und seinen Trainerkollegen Manfred Schmid stets betonte. Sie würden ihre Arbeit mit der gleichen Intensität und Integrität erfüllen, egal ob sie für eine Saison oder eben für viereinhalb Jahre unter Vertrag stehen würden.

Das ist auch der Club-Führung bewusst. Dennoch entschloss man sich zu der vorzeitigen und langfristigen Zusammenarbeit.

Der Grund dafür ist in erster Linie, ein Signal zu setzen. Es soll zeigen: Seht her, hier wird außergewöhnlich gute Arbeit geleistet. Das schätzen wir und wir sind davon überzeugt, dass es mit diesen Trainern auch in den nächsten Jahren bei uns sportlich weiter aufwärtsgehen kann.

Nun darf man die FC-Verantwortlichen deshalb nicht für so blauäugig ansehen, für den Fall der Fälle im Positiven wie Negativen keine Vorsorge getroffen zu haben. Würde beispielsweise ein finanziell unmoralisches Angebot für Peter Stöger und Manfred Schmid nicht abzulehnen sein, könnte angesichts der langfristigen Bindung eine entsprechend hohe Ablösezahlung fällig werden.

Ebenso wird der Club sich schriftlich für den Fall einer vorzeitigen Trennung abgesichert haben. Ein finanzielles Risiko, möglicherweise jahrelang für einen entlassenen Trainer zahlen zu müssen, wie es in der Branche immer wieder vorkommt, wird es nicht geben.

So kann die seit zweieinhalb Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Trainerduos mit dem 1. FC Köln fortgesetzt werden. Und bei aller Kurzlebigkeit des Profigeschäfts spricht die gleichgesinnte Denkweise aller Beteiligten dafür, dass man tatsächlich langfristig verbunden bleibt.

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