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Kölnische Rundschau | Konkurrenzkampf: Der 1. FC Köln erhöht seine taktische Flexibilität
10. February 2016
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Konkurrenzkampf: Der 1. FC Köln erhöht seine taktische Flexibilität

Drängt in die Startelf: Filip Mladenovic hat nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht.

Drängt in die Startelf: Filip Mladenovic hat nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht.

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dpa

Köln -

Als Ersatzspieler hat man es im Fußball nicht leicht. Wer in der zweiten Reihe steht, benötigt eine perfekte Mischung aus Geduld, gesundem Ehrgeiz und Kollegialität, um sich nachhaltig für einen Platz in der ersten Reihe anzubieten. Manchmal kommt es noch etwas schlimmer. Als die Reservisten des 1. FC Köln am Dienstag nämlich zur ersten Trainingseinheit nach dem 1:1 in Hamburg und dem Rosenmontagszug am Geißbockheim aufliefen, blies ihnen das Sturmtief "Ruzica" Windböen und Regen in die Gesichter.

Es war illustres Personal, das FC-Reha-Trainer Marcel Abanoz am Veilchendienstag zur der ungemütlichen Laufeinheit bat, während die Stammspieler zu einer regenerativen Einheit mit dem Fahrrad unterwegs waren. Eine Gruppe, die angeführt von dem in Hamburg gelbgesperrten Kapitän Matthias Lehmann in großen Teilen auch die Stammelf bilden könnte. Dass Spieler wie Yuya Osako, Kevin Vogt, Frederik Sörensen, Milos Jojic, Philipp Hosiner oder Pawel Olkowski in Hamburg nur zweite Wahl waren, beweist, welche Qualität der Kader von Trainer Peter Stöger in der Breite besitzt.

Mehr Konkurrenzkampf denn je

Der Konkurrenzkampf tobt mehr denn je. Das liegt zu einem daran, dass die Verletzungsrate bei den Geißböcken schon die gesamte Saison über gering ausfällt. Zum anderen verfügt Stöger nach der Winterverpflichtung von Filip Mladenovic über noch mehr taktische Flexibilität. Beim HSV schickte der FC-Coach zum zweiten Mal in dieser Spielzeit mit Erfolg die offensive Pressing-Variante mit einer Innenverteidiger-Dreierkette und zwei hochstehenden Außenverteidigern auf das Feld.

"In Hamburg hat es gut gepasst, Wie es beim nächsten Spiel aussieht, werden wir dann entscheiden", erklärte Peter Stöger. Was nichts anderes bedeuten, als dass der Österreicher am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt erneut die Rotationsmaschine anwerfen könnte, obwohl er am vergangenen Sonntag im Volksparkstadion zum ersten Mal in seiner Kölner Amtszeit keinen Spieler ausgewechselt hatte.

Ein interessantes Aufstellungsrätsel

So oder so erwartet Stöger ein ebenso kniffliges wie interessantes Aufstellungsrätsel. Mladenovic etwa konnte auf der linken Abwehrseite auch bei seinem zweiten Startelfeinsatz so überzeugen, dass er gegen die Hessen gesetzt sein dürfte. Das wiederum würde bedeuten, dass Nationalspieler Jonas Hector seinen Platz auf der Sechs behält. Weil aber auch Matthias Lehmann bislang gesetzt war, müsste entweder der zuletzt starke Yannick Gerhardt weichen oder einer der drei Innenverteidiger Dominic Maroh, Mergim Mavraj oder Dominique Heintz. Dafür müsste Peter Stöger gegen die Eintracht aber von der Formation der Dreierkette abrücken.