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Training beim 1. FC Köln: Peter Stöger zieht die Zügel an

Wieder beim FC im Training: Über einen Wechsel von Stürmer Bard Finne (links. im Duell mit Pavel Olkowski) zum Zweitligisten FC Heidenheim ist noch keine Entscheidung gefallen. (Foto: Schmülgen)

Wieder beim FC im Training: Über einen Wechsel von Stürmer Bard Finne (links. im Duell mit Pavel Olkowski) zum Zweitligisten FC Heidenheim ist noch keine Entscheidung gefallen. (Foto: Schmülgen)

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Thilo Schmülgen

Köln -

45 Minuten in zehn Tagen ist nicht gerade die Welt. Aber auch wenn Peter Stöger länger nachdenkt, fallen ihm nicht mehr Dinge ein, die ihm zum Bergfest der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga an den Darbietungen seiner Spieler negativ aufgestoßen sind. Und mit den 45 Minuten meinte der Trainer des 1. FC Köln die erste Halbzeit beim 2:0 (0:0)-Testspielsieg gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt.

Das Spiel am Dienstag zog am Mittwoch erst einmal einen freien Vormittag für die FC-Profis nach sich. Am Nachmittag baten Stöger und sein Trainerteam die Spieler dann am Geißbockheim bei leichtem Regen und tiefen Boden zu einer Einheit, die es in sich hatte. Vor den Augen von Mentalcoach Werner Zöchling kam es dabei auf verkürztem Spielfeld zu insgesamt sechs Spielen mit Fünf gegen Fünf jeweils über sieben Minuten und unter erschwerten Bedingungen. Nicht nur, dass die FC-Fußballer permanent in Bewegung waren und ordentlich zur Sache gingen, immer wieder mussten auch zwei aus einem Fünferteam während des Spiels um den Platz herum laufen. Damit erzwang Stöger eine Überzahl von Fünf gegen Drei und eine laufintensive Einheit. "Es war schon eine unserer intensiveren Einheiten dieser Vorbereitung. Aber es war alles mit Ball", erklärte der FC-Coach. Kein Zweifel: Stöger zieht die Zügel an.

Läuft alles wie erwartet

Abgesehen von besagten 45 Minuten zeigte sich der Österreicher zur Halbzeit der sehr kurzen Vorbereitung rundum angetan: "Es läuft alles so, wie wir es uns erwartet haben. Alle ziehen mit und was das Wichtigste ist, alle können alles mitmachen. Wir müssen uns nicht mit Verletzungen rumschlagen." Am Mittwoch fehlte nur Dusan Svento, der wegen einer leichten Kniereizung geschont wurde. "Nichts Schlimmes und auch nichts Neues. Am Donnerstag ist er wieder dabei", so Stöger.

Während Nachwuchsspieler Salih Özcan wegen eines Schnelligkeitstestes bei der U 21 die knackige Einheit erspart blieb, war Bard Finne wieder mit von der Partie. Der junge Norweger hatte sich am Dienstag zu Verhandlungen beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim aufgehalten. "Ich muss ihn mal fragen, ob dieser Wechsel interessant für ihn ist", sagte Peter Stöger. Laut FC-Pressesprecher Alex Jacob befindet sich eine Entscheidung über den Weggang des Stürmers aktuell "noch in der Schwebe".

Aus den beiden bislang absolvierten Vorbereitungsspielen gegen den MSV Duisburg (6:0) und den FSV Frankfurt lassen sich kaum Rückschlüsse ziehen, welche Formation Stöger zum Rückrundenstart am 23. Januar gegen den VfB Stuttgart aufbieten wird. "Ich habe so aufgestellt, dass ihr nichts herauslesen könnt", flachste der 49-Jährige nach dem Training mit den Journalisten.

Alle Möglichkeiten des Zusammenspiels

In vier Halbzeiten gab es vier unterschiedliche Aufstellungen. "Wir reizen alle Möglichkeiten des Zusammenspiels aus und sehen zu, dass sich jeder möglichst auf seiner Position zeigen kann." Seine Spieler stellt das bunte Zusammenwürfeln vor keine Probleme. "Die Jungs kennen sich mittlerweile alle so gut, das ist in der Winterpause schon etwas anderes als im Sommer", erklärt Stöger.

Wenn es am kommenden Samstag genau eine Woche vor dem Rückrundenstart zum Härtetest beim FSV Mainz 05 kommt, wird der Coach sich vielleicht ein bisschen mehr in die Karten gucken lassen: "Der ein oder andere wird dann eine längere Spielzeit bekommen, weil wir uns das ein oder andere noch einmal genauer ansehen wollen."

Zehn Tage liegen ab heute noch vor den FC-Profis, bis es wieder losgeht. Eine solch kurze Vorbereitung hat Peter Stöger in Köln auch noch nicht erlebt. Die Frage, ob dies ein Vorteil oder ein Nachteil für seine Mannschaft sei, beantwortet der Österreicher auf seine ihm eigene Art: "Es ist etwas anderes." Man muss die Dinge eben so nehmen, wie sie sind. Das gehört ja auch zur kölschen Lebensart und die hat Peter Stöger in seinem dritten Jahr als Trainer beim FC wirklich schon hervorragend verinnerlicht.


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