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5:4-Sieg gegen Augsburg: Kölner Haie gewinnen zum dritten Mal in Folge

Kölns Ryan Jones (l-r), Moritz Müller und Philip Gogulla

Kölns Ryan Jones (l-r), Moritz Müller und Philip Gogulla

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dpa

Augsburg -

Die Kölner Haie haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum dritten Mal in Folge gewonnen. Bei den Augsburger Panthern siegten sie nach einem 1:4-Rückstand noch mit 5:4 (0:0/1:3/3:1/0:0/1:0) nach Penaltyschiessen. Held des Tages war Philip Gogulla, der kurz vor Spielende den Ausgleich schoss und mit seinem Penalty den Zusatzpunkt holte. Gogulla feierte in Augburg sein 600. DEL-Spiel und krönte es mit vier Scorerpunkten. 

Köln und Augsburg lagen vor dem Spiel punktgleich (58) auf den Rängen Zehn und Elf, ein Sieg war daher für beide Teams ganz besonders wichtig, schließlich berechtigt nur Rang Zehn noch zur Qualifikation für die erste Playoff-Runde. Die wie immer heimstarken Augsburger begannen stürmisch, Kölns Torhüter Gustaf Wesslau musste schon im ersten Drittel bei Überzahl der Gastgeber sein ganzes Können zeigen.

Angespannte Situation in der Liga

Als die Haie dann zu Beginn des zweiten Drittels selbst einen Mann mehr auf dem Eis hatten, gingen sie in Führung. Ryan Jones traf auf Vorlage von Philip Gogulla, der Paradesturm hatte wieder zugeschlagen (24.). Augsburg nutzte ebenfalls ein Powerplay zum Ausgleich durch Thomas Holzmann (27.), damit holten sich die Gastgeber das viel beschworenen „Momentum“ zurück.

Ex-Hai Mike Iggulden brachte die Panther in der 34. Minute erstmals in Führung, vier Minuten später traf Steffen Tölzer unmittelbar vor dem Kölner Tor stehend zum 3:1. Dazwischen lieferte sich Moritz Müller einen Faustkampf mit Augsburgs Bretton Stamler, auch ein Zeichen für die angespannte Situation in der Liga, zehn Spieltage vor Ende der Hauptrunde.

Die Nerven lagen blank

Im Schlussdrittel wollten die Haie noch einmal angreifen, doch nur elf Sekunden nach Wiederbeginn war Holzmann zum zweiten Mal erfolgreich, die Haie lagen nun 1:4 hinten. Im Eishockey ist fast nichts unmöglich, die Haie blieben dran und kamen in der 45. Minute zum 4:2 durch Shawn Lalonde, als mit Aleksander Polaczek und Derek Dinger gleich zwei Augsburger die Strafbank drückten. Jetzt waren plötzlich die Haie am Drücker, zehn Minuten vor Schluss schoss Alexander Weiß das 4:3, alles war wieder offen.

Die Nerven lagen blank, Andreas Falk prügelte sich mit Iggulden, für derartige Aktionen sind eigentlich beide Spieler nicht bekannt. Köln ging aus der Situation in Überzahl heraus und griff noch einmal an. Kurz nach Ende des Powerplays fiel tatsächlich noch der Ausgleich, Philip Gogulla schaffte das 4:4 und sorgte für Jubel unter den rund 800 per Sonderzug angereisten Haie-Fans.

Damit ging das Spiel in die Verlängerung, Augsburg warf alles nach vorn und wollte den wichtigen Zusatzpunkt, niemand überlässt die Entscheidung gerne dem Glücksspiel Penaltyschiessen. Doch die Kölner Abwehr hielt stand, die fünfminütige Verlängerung bleib torlos. Wie schon am Freitag in Straubing hatten die Haie wieder die besseren Nerven. Andrew LeBlanc und James Bettauer traten für Augsburg an und verschossen, auf der anderen Seite trafen Gogulla und Patrick Hager.  

Köln: Wesslau, Lüdemann, Ankert – Salmonsson, Falk, Aslund Lalonde, Müller – Gogulla, Hager, Jones Zerressen, Syvret – Weiß, Latta, Umicevic Faber – Ohmann, Stephens, Boucher

Tore: 0:1 (23:48) Jones (Gogulla), 1:1 (26:12) Holzmann (LeBlanc/Iggulden), 2:1 (32:43) Iggulden/LeBlanc), 3:1 (36:42) Tölzer (Ciernik), 4:1 (40:11) Holzmann (LeBlanc/Iggulden), 4:2 (44:02) Lalonde (Gogulla), 4:3 (49:26) Weiß (Umicevic), 4:4 (58:17) Gogulla (Zerressen/Wesslau), 4:5 Gogulla (Penalty)

Strafminuten: Augsburg 18 + 10 Stamler + 10 Iggulden, Köln 14 + 10 Müller + 10 Falk

Zuschauer: 6.139

Schiedsrichter: Aicher, Brüggemann