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Kölnische Rundschau | Deutsche Eishockey Liga: Kölner Haie wollen eine Serie starten
05. January 2016
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Deutsche Eishockey Liga: Kölner Haie wollen eine Serie starten

Feiern lassen durfte sich Goalie Gustaf Wesslau nach dem Spiel gegen Wolfsburg.

Feiern lassen durfte sich Goalie Gustaf Wesslau nach dem Spiel gegen Wolfsburg.

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ISPFD

Köln -

Die Kölner Haie stehen in einer sehr wichtigen Saisonphase. Innerhalb von acht Tagen absolvieren sie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vier Spiele und wollen in der Tabelle einen Sprung nach vorn machen. Im Moment rangieren sie auf Platz acht, die vorzeitige Playoff-Qualifikation (mindestens sechster Platz) ist nur zwei Punkte entfernt. Allerdings sitzt den Kölnern die Konkurrenz im Nacken, auch ein Abrutschen ist möglich. Am Sonntag gewannen sie das erste dieser vier Spiele mit 3:0 gegen Wolfsburg, schon heute Abend treten sie bei den auf Platz zwei rangierenden Berliner Eisbären an.

Nach zuletzt sehr schwankenden Leistungen zeigten sie gegen Wolfsburg harte, konstante Arbeit, die mit einem Shutout (Spiel ohne Gegentor) für Torhüter Gustaf Wesslau belohnt wurde. "Wir haben die ganze Saison bisher nicht zu viele Tore abgegeben, das war schon ganz in Ordnung. Von daher war es keine so große Erleichterung, zu Null zu spielen", sagte der Schwede nach dem Spiel. "Es ist ein Mannschaftssport, offensiv wie defensiv. Aber ohne Gegentor fühlt es sich natürlich gut an."

Wesslau bestätigte, dass der Fokus der Haie auf harter Arbeit lag, nicht auf schönem Spiel. "Wir haben bei der Niederlage in Schwenningen das Spiel durch dumme Fehler abgegeben. Deshalb haben wir verabredet, dass sich jeder von uns noch mehr auf seinen Job konzentrieren muss. Das hat gut geklappt, auch wenn es am Anfang gegen Wolfsburg nicht leicht war. Der Gegner hat gut vorgecheckt."

In Berlin erwartet die Kölner eine ganz andere Aufgabe, die Eisbären spielen eine sehr starke Saison, vor allem zu Hause. Das Team von Kölns Ex-Trainer Uwe Krupp wird von Anfang an Druck machen. Wesslau macht sich trotzdem Hoffnungen. "Aus irgendeinem Grund spielen wir gegen die Top-Teams besser als gegen die anderen, deshalb rechne ich mir in Berlin schon etwas aus", sagte er. "Unser Unterzahlspiel muss besser werden, das werden wir analysieren. Wenn wir in Berlin das erste Drittel gut überstehen, sehen wir mal weiter."

Trainer Niklas Sundblad gibt sich optimistisch: "Berlin ist ein starker Gegner. Aber wir haben gegen Wolfsburg ein solides Spiel gezeigt und wollen darauf aufbauen", erklärte er. Vor wenigen Wochen verloren die Haie in Berlin mit 2:5, weil sie zu viele Strafen kassierten und in Unterzahl nicht gut waren. Daran haben sie gearbeitet und wollen endlich konstant gut spielen.

Um gegen Krupps Eisbären erfolgreich zu sein, müssen die Haie im Angriff auch weiter von der aktuell starken Form ihres Stürmers Alexander Weiß profitieren, der in den letzten beiden Spielen vier Tore schoss. Nach Informationen der Fachzeitschrift "Eishockey News" wird Weiß die Haie allerdings zum Saisonende verlassen und nach Wolfsburg wechseln. Vielleicht pokert er auch nur, gute deutsche Spieler werden in der DEL derzeit mit sehr gut bezahlten, langjährigen Verträgen ausgestattet und haben meist mehrere Angebote auf dem Tisch. Mit jedem Tor wird die Verhandlungsbasis besser, das gab auch Weiß unumwunden zu. So wartet auch hinter den Kulissen noch viel Arbeit auf die Haie.