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Eishockey-Krimi in Straubing: Kölner Haie siegen gegen Straubing Tigers

Per Aslund von den Kölner Haien. (Foto: Bopp)

Per Aslund von den Kölner Haien. (Foto: Bopp)

Straubing -

Der Hauptrunden-Endspurt in der Deutschen Eishockey Liga entpuppt sich für die Kölner Haie wie erwartet zu einem Krimi. Dank Dragan Umicevic sicherte sich der KEC am Freitagabend bei den Straubing Tigers einen 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen und damit zwei enorm wichtige Zähler im engen Kampf um die Playoff-Ränge.

Bei den Haien gab Neuzugang Danny Syvret sein Debüt. Der Kanadier war am Mittwoch in Köln eingetroffen, hatte am Donnerstag einmal mit der Mannschaft trainiert und bildete mit Pascal Zerressen ein Verteidigerpaar. Es kam auch gleich viel Arbeit auf den 30-Jährigen und seine Nebenleute zu. Denn angetrieben von eigenem Publikum und mit dem Rückenwind von fünf Siegen in Folge legte Straubing hohes Tempo auf das Eis im mit 5227 Zuschauern  voll besetzen Stadion am Pulvertum.

Die Kölner haben mit dem Trainerwechsel von Niklas Sundblad auf Cory Clouston aber ganz offensichtlich auch ihren Kampfgeist wieder entdeckt. Immer wieder warfen sich die Haie in die Schüsse der Gastgeber und wenn ein Versuch durchkam, war Torwart Gustaf Wesslau zur Stelle. Als der KEC dann kurz vor der ersten Pause nach Strafen gegen Nick Latta und Shawn Lalonde dank einer Sensationsparade von Wesslau 63 Sekunden in doppelter Unterzahl schadlos überstand, ging es trotz einer 22:8-Überlegenheit der Tigers bei den Torschüssen mit 0:0 in die Kabinen.

Ihr Bollwerk rissen sich die Kölner dann nach drei Minuten des zweiten Drittels unnötig selber ein. Nach einer Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis traf Straubings Mike Hedden in Überzahl zur Führung der Hausherren. Erst nach diesem Treffer gestaltete sich die Partie ausgeglichener. Die Haie versuchten ihr Glück mehr und mehr in der Offensive, es fehlte ihnen aber der letzte Schuss Zielstrebigkeit. Das Schussverhältnis von nur noch 16:13 zugunsten der Straubinger im zweiten Abschnitt bewies aber, dass der KEC nun auch offensiv in dieser so wichtigen Partie angekommen war.

Diese Entwicklung setzte sich im Schlussdrittel fort. Trotz des Rückstandes war deutlich erkennbar, dass der 2:0-Erfolg am Dienstag gegen Iserlohn den Haien neues Selbstbewusstsein eingehaucht hat. Während die Abwehr und Wesslau weiter sicher standen, wurden die Angriffsbemühungen des Clouston-Teams immer gefährlicher. Schließlich war es die Kölner Paradereihe mit Patrick Hager, Ryan Jones und Philip Gogulla, die den Ausgleich erzwang. Nach Hagers Schuss aus spitzem Winkel und dem folgenden Videourteil der Schiedsrichter stand es 1:1 (48.).

Weil beide Mannschaften danach jeweils zwei Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen ließen, blieb es beim Remis. Ein bis dahin hart erkämpfter und erarbeiteter Punkt für die Haie beim derzeit heißesten Team der Deutschen Eishockey Liga. Weil die Straubinger durch ihre Siegesserie im Januar ein direkter Kontrahent im Kampf um die zehn Playoff-Plätze geworden sind und die Hauptrunde sich dem Ende entgegen neigt, kam dem Zusatzpunkt große Bedeutung zu. Dragan Umicevic war sich dieser Bedeutung bewusst und traf als einziger von acht Schützen zum Sieg, der die Haie vor dem nächsten wichtigen Spiel am Sonntag in Augsburg erst einmal Platz zehn behalten lässt.


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