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Kölnische Rundschau | Eiskunstlauf-Europameisterschaften: Oberstdorfer Savchenko und Massot gewinnen bei erster EM Silber
30. January 2016
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Eiskunstlauf-Europameisterschaften: Oberstdorfer Savchenko und Massot gewinnen bei erster EM Silber

Erstplatzierte Tatiana Volosozhar und Maxim Trankov aus Russland (m.), Drittplatzierte Evgenia Tarasova und Vladimir Morozov aus Russland (r.) und Zweitplatzierte Aliona Savchenko und Bruno Massot aus Deutschland (l.) bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften.

Erstplatzierte Tatiana Volosozhar und Maxim Trankov aus Russland (m.), Drittplatzierte Evgenia Tarasova und Vladimir Morozov aus Russland (r.) und Zweitplatzierte Aliona Savchenko und Bruno Massot aus Deutschland (l.) bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften.

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dpa

Bratislava -

Ausnahmeläuferin Aljona Savchenko hat mit ihrem neuen Partner Bruno Massot auf Anhieb die Silbermedaille bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften gewonnen. Mit ihrer nicht ganz fehlerfreien Kür zum Titel „Sometimes“ von Wax Tailor festigten die Wahl-Oberstdorfer am Samstag in Bratislava ihren Platz hinter den russischen Olympiasiegern Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow.

Mit 200,78 Punkten blieb die deutsch-französische Paarung unter ihrer persönlichen Bestleistung, weil sich Massot zwei Patzer erlaubte. Nur die Rivalen aus Russland waren mit ihrer außergewöhnlichen, fast makellosen Dracula-Darbietung besser und kassierten 222,66 Zähler vom Preisgericht.

„Natürlich ist man nervös, aber auf eine gesunde Art und Weise. Und das hilft auch auf dem Eis“, sagte die fünfmalige Weltmeisterin Savchenko bei ihrem Comeback. Ein bisschen enttäuscht war sie schon wegen der Patzer.

Hoch geworfener Twist ließ Raunen durchs Publikum gehen

Mit Robin Szolkowy hatte sie zuvor viele Erfolge gefeiert und wollte nach zweimal Olympia-Bronze einfach nicht aufhören. Allein in Europa stand sie mit Szolkowy viermal ganz oben auf dem Treppchen. Der Chemnitzer Jungtrainer kam nun mit dem russischen Duo Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow (197,55) auf Platz drei in der slowakischen Hauptstadt.

Savchenko genoss die Atmosphäre in der mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Ondrej Nepela Arena. Dass sie 18 Monate wegen des Verbandswechsels von Massot gesperrt warten musste, war der 32-Jährigen nicht anzumerken. Nach dem exzellenten, hoch geworfenen Twist ging ein Raunen durch das Publikum. Aber nach ihrem Parade-Element leisteten sich das Duo auch Fehler, besonders bei dem abgebrochenen Lasso am Ende. Dennoch lächelte Savchenko ihren fünf Jahre jüngeren Partner an.

Massot steigerte sich an der Seite Savchenkos

„Man muss nicht zehn Jahre zusammen laufen, damit etwas zusammen wächst“, sagte die gebürtige Ukrainerin: „Es liegt am Typ, wie er mit der Situation umgeht.“ Massot steigerte sich an der Seite der Weltklasse-Athletin und erreichte nach emsigem Training ein viel höheres Niveau als zu Beginn der Zusammenarbeit.

Trainer Alexander König leitet das neue Top-Paar der Deutschen Eislauf-Union (DEU) mit viel Feingefühl an und teilt sich die Arbeit mit Jean-François Ballester, dem langjährigen Coach von Massot. „Bruno ist sehr gewissenhaft. Das permanente Streben nach mehr trägt die Atmosphäre“, berichtete König von der guten Zusammenarbeit im Allgäu. An der Bande herzte er sich mit Ballester, als ihre Schützlinge die Medaille sicher hatten.

Das ebenfalls neu formierte Paar Mari Vartmann/Ruben Blommaert (171,30/Düsseldorf/Oberstdorf) konnte den vierten Platz nach dem Kurzprogramm nicht halten und enttäuschte mit Rang acht. In ihrer Westside-Story-Vorstellung leisteten sie sich zu viele Patzer. Dennoch hat die DEU bei der EM 2017 in Ostrau drei Startplätze. (dpa)