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Kaltstart von Cory Clouston: Kölner Haie nicht vom Fleck gekommen

Die Kölner Haie kassierten nicht nur eine Niederlage gegen München, sondern fielen auch erneut aus den Playoff-Rängen der Deutschen Eishockey Liga.

Die Kölner Haie kassierten nicht nur eine Niederlage gegen München, sondern fielen auch erneut aus den Playoff-Rängen der Deutschen Eishockey Liga.

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dpa

München -

Wie sagt man in solchen Momenten: Vor den Heimspielen am Sonntag gegen Mannheim (16.30 Uhr) und am Dienstag gegen Iserlohn (19.30 Uhr, beide Lanxess-Arena) hat der Neue noch sehr viel Arbeit.

Erst am Vormittag war Clouston direkt aus Vancouver kommend am Münchner Flughafen gelandet. Keine acht Stunden blieben dem 46-Jährigen, um die verunsicherte Kölner Mannschaft auf die schwierige Partie beim Tabellenvierten vorzubereiten. Eine undankbare Aufgabe, aber Clouston ging mit gutem Beispiel voran und zeigte gleich, dass er aus kanadischem Holz geschnitzt ist. Trotz eisiger Temperaturen in der Münchner Olympiahalle ließ er die warme Jacke im Spind hängen. „So schnell wird mir nicht kalt“, erklärte er lächelnd.

Haie zeigten Schwächen in der Offensive

Der Auftritt seiner Mannschaft konnte den Nachfolger des am Mittwoch geschassten Niklas Sundblad zunächst aber nur an einem Ende der Eisfläche erwärmen. Defensiv standen die Haie nach einer kurzen Orientierungsphase auch ohne ihre verletzt fehlenden Verteidiger Mirko Lüdemann und Alexander Sulzer nämlich recht sicher. Offensiv aber lief bis auf eine Chance von Ryan Jones (8.) nichts zusammen. Selbst in zwei Überzahlsituationen Ende des ersten Drittels blieb das KEC-Spiel harmlos.

Das sollte sich im zweiten Durchgang zwar ändern, doch auch nach 40 Minuten stand bei den Kölnern trotz einiger guter Chancen die Null. Was aus Sicht von Clouston und seinen Mannen aber noch viel schwerer wog, war die Drei, die auf der elektronischen Anzeige für die Münchner aufleuchtete. Erst nutzte Jerome Samson bei Strafen von Torsten Ankert und Shawn Lalonde eine doppelte Überzahl (28.), dann ereilte die Haie einer der üblen Doppelschläge, die sich unter Sundblad in ihr Spiel geschlichen haben. Kurz nachdem Patrick Hager das 1:1 verpasst hatte, versetzten Yannic Seidenberg und Keith Aucoin dem KEC in der letzten Minuten des Mittelabschnitts innerhalb von neun Sekunden den entscheidenden Nackenschlag. 34:12 nach 40 Minuten sprachen aber auch statistisch gesehen eine deutliche Sprache.

Zum Schluss ging es um Schadensbegrenzung

Im Schlussabschnitt ging es für die Haie um Schadenbegrenzung. Das gelang insoweit, dass sie weitere Gegentreffer vermeiden konnten. Auf der anderen Seite gönnten sie ihrem langjährigen, ehemaligen Torwart Danny aus den Birken aber auch ein Spiel ohne Gegentreffer. Cory Clouston, der die komplette Spielzeit rege nutzte, um sich mit seinen neuen Spielern auszutauschen und bekannt zu machen, hatte am Ende der Partie eine jedenfalls seinen Zettel vollgeschrieben.

Köln: Wesslau; Eriksson. Lalonde; Müller, Ankert; Faber, Zerressen; Gogulla, Hager, Weiß; Umicevic, Falk, Jones; Aslund; Boucher, Salomonsson; Uvira, Stephens, Ohmann; Latta.– SR.: Brüggemann/Iwert. – Zuschauer: 4110. – Tore: 1:0 Samson (27:02/PP2), 2:0 Y. Seidenberg (39:40), 3:0 Aucoin (39:49). – Strafminuten: München 6; Köln 8.