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2:5 Niederlage: „Die Adler haben verzweifelt um ihr Playoff-Leben gekämpft“

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Bei der 2:5 Niederlage der Kölner Haie gegen Adler Mannheim wirkten die Kölner phasenweise wie kleine Kinder

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Mannheim/Köln -

Nick Latta war mächtig angefressen und er hatte seine Gründe. Zunächst einmal hatte dem Stürmer der Kölner Haie die 2:5-Niederlage im zweiten Pre-Playoff-Spiel der „best-of-three“-Serie gegen die Adler Mannheim aufs Gemüt zu geschlagen.

Ein Ergebnis, das der Leistung beider Teams am Freitagabend vor 12644 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena absolut entsprach und nichts anderes bedeutet, als dass sich die beiden Giganten des deutschen Eishockeys am Sonntag (14.30 Uhr, Lanxess-Arena) in Köln zum Showdown um den Einzug ins Viertelfinale  wiedersehen. Ein Treffen, in dem es hoch her gehen wird, denn Nick Latta und seine Teamkollegen haben nicht nur aufgrund des Ergebnisses mit den Mannheimern noch Rechnungen offen.

Die Haie wirkten phasenweise wie kleine Kinder

„Die Adler haben ihre Erfahrung und ihre Physis in die Waagschale geworfen“, erklärte Mark Mahon. Der Haie-Manager wollte damit nichts anderes sagen, als dass Mannheim hartes Playoff-Eishockey an den Abend legte und jeden Check in den 60 Minuten leidenschaftlich zu Ende fuhr. „Der Sieg war verdient, denn sie waren mehr bereit als wir und haben agiert, wie man in den Playoffs agieren muss“, räumte deshalb auch Nick Latta ein und kritisierte gleichzeitig die Ministranten-Mentalität seiner Mannschaft: „Wir müssen die gleiche Intensität zeigen, die Checks fahren und uns nicht einschüchtern lassen.“

35 Minuten lang hatten sich die Haie vom Meister den Schneid abkaufen lassen, sich nicht gewehrt und lagen so nach Toren von John Rheault, Christoph Ullmann, Matthew Lashoff und Jochen Hecht zurecht mit 0:4 im Hintertreffen. Die Spieler von Coach Cory Clouston wirkten wie kleine Kinder, denen die großen Starken im Sandkasten das Spielzeug weggenommen haben.

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Trotz lautstarker Unterstützung konnten die Haie den Adlern aus Mannheim nicht viel entgegensetzen

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„Die Adler haben verzweifelt um ihr Playoff-Leben gekämpft. Uns fehlte diese Intensität und es sah so aus, als ob wir unsere zweite Chance mit dem dritten Spiel am Sonntag unbewusst im Hinterkopf hatten“, sagte Clouston enttäuscht. Unter der mangelhaften Leistungsbereitschaft litt auch KEC-Torwart Gustaf Wesslau, der nach dem fünften Mannheimer Treffer durch Christoph Ullmann Platz für Daniar Dshunussow machte. „Gustaf hat von uns nicht die Unterstützung bekommen, die er braucht. Auf gar keinen Fall geht die Niederlage auf seine Kappe. Wir hätten als gesamtes Team defensiv besser sein und ihn unterstützen müssen“, klagte Trainer Clouston.

Acht Gegentore in den beiden Pre-Playoff-Partien sprechen eine deutliche Sprache. Dshunussow, der am Samstag 30 Jahre alt wurde, hatte in den beiden letzten Hauptrundenpartien gegen Düsseldorf und in Iserlohn nur einen Treffer kassiert.

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  2. Eine bessere zweite Hälfte reicht den Haien nicht zum Sieg
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