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Neuer Center für Bonn: Wechsel von Yancy Gates zu den Telekom Baskets perfekt

Schwergewicht auf der Centerposition: Yancy Gates ist 2,06 m groß und bringt gut 125 Kilo auf die Waage. Er ersetzt Tadas Klimavicius.

Schwergewicht auf der Centerposition: Yancy Gates ist 2,06 m groß und bringt gut 125 Kilo auf die Waage. Er ersetzt Tadas Klimavicius.

Bonn -

Das tagelange Warten hat ein Ende: Der Wechsel des US-amerikanischen Center Yancy Gates zu den Telekom Baskets ist perfekt. Wie groß die Erleichterung bei den Bonnern ist, endlich mal wieder eine positive Nachricht verkünden zu können, ist schon daran abzulesen, dass sie die Meldung über die Unterschrift des 26-Jährigen noch kurz vor Mitternacht am Montag veröffentlichten.

Damit ging eine Zitterpartie zu Ende, denn die Vertragsverhandlungen der Baskets mit dem Agenten von Gates zogen sich immer länger hin: „Es war sicherlich einer der nervenaufreibendsten Transfers in der Baskets-Geschichte und hat uns einige schlaflose Nächte bereitet“, bekannte Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich: „Die Geduld hat sich gelohnt, denn wir wollten nicht irgendeinen Center, sondern einen, der uns in unserer Misere wirklich weiterhilft.“

Mit Misere umschreibt Wiedlich die beispiellose Niederlagenserie mit nur einem Sieg aus den letzten 18 Spielen verbunden damit, dass immer neue Spieler verletzungsbedingt ausfielen. Gates soll jetzt den Litauer Tadas Klimavicius ersetzen, der mit einer Knieverletzung auf noch unbestimmte Zeit ausfallen wird. Gates erhielt jedenfalls einen Vertrag bis zum Saisonende.

Seine etwas komplizierte Vertragssituation zuvor hat wohl den Transfer verzögert: Er spielte zuletzt für den chinesischen Erstligisten Shanxi Zhongyu (16,4 Punkte, 8,6 Rebounds, 56,4 Prozent Feldwurfquote), wo er eine von nur zwei erlaubten Ausländerpositionen besetzte. Dorthin war er aber nur ausgeliehen, stand offiziell bis zum Jahreswechsel noch im Kader des israelischen Meisters Hapoel Jerusalem.

In Israel war Gates auch von 2013 bis 2015 bei Hapoel Eilat und Hapoel Tel Aviv auf Korbjagd gegangen. Darauf baut auch die Einschätzung von Baskets-Sportmanager Michael Wichterich: „Gates hat in einer starken israelischen Liga bewiesen, dass er für seine Teams der Fels in der Brandung sein kann. Gleiches erhoffen wir uns von ihm auch für die Baskets.“ In dieselbe Kerbe schlug Headcoach Carsten Pohl: „Wir erwarten, dass Gates dem Team von Beginn an hilft. Was die Mannschaft von ihm braucht, ist Stabilität unter den Körben und physische Präsenz.“ Gates wird am Donnerstag in Bonn erwartet, und soll nach dem obligatorischen medizinischen Check gleich ins Mannschaftstraining einsteigen, das am Samstag wieder aufgenommen wird. Pohl hatte den Spielern nach der Dauerstrapaze von 27 Spielen in 13 Wochen in der aktuellen zweiwöchigen Spielpause einige Tage freigegeben.

Möglichst schnell wollen die Baskets jetzt auch noch die Verpflichtung eines weiteren Spielers für die Position drei unter Dach und Fach bringen. Spätestens zum Heimspiel gegen Ulm (17. Januar) soll er dabei sein.

Wer zum Trainingsauftakt am Samstag aber sicher noch fehlen wird, ist Andrej Mangold. Der Defensivspezialist musste sich gestern einer Meniskus-Operation unterziehen, nachdem er sich im Spiel gegen Gießen das Knie verdreht und dabei einen Meniskusriss zugezogen hatte. Die Operation sei gut verlaufen, berichtete Wichterich: „Aber er wird sicherlich einige Wochen ausfallen.“