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Schlappe für die Baskets: Am Ende werden die Baskets richtig vermöbelt

Trainer Carsten Pohl forderte von seinen Spielern vergeblich eine ordentliche Verteidigungsleistung. (Foto: Sascha Engst)

Trainer Carsten Pohl forderte von seinen Spielern vergeblich eine ordentliche Verteidigungsleistung. (Foto: Sascha Engst)

Hagen/Bonn -

Der Auswärtssieg vor einer Woche in Tübingen beim Einstand von Trainer Carsten Pohl erweist sich als Strohfeuer. Am Mittwoch ließen die Telekom Baskets keine Trendwende erkennen und bezogen bei Phoenix Hagen die nächste Niederlage. Bonn hat jetzt 16 der letzten 17 Pflichtspiele verloren.

Die Baskets hielten bis Mitte des dritten Viertels mit, kämpften sich auf vier Punkte heran (26.) – um dann von den Hagenern gnadenlos vermöbelt zu werden, die in den restlichen 14 Minuten noch sage und schreibe 50 Punkte erzielten! Die Gegenpunkte der letzten drei Spiele (96, 93 und 106) zeigen, dass die Defense der Baskets in der aktuellen Personalsituation nicht erstligareif ist.

So wird die Nachverpflichtung eines dominanten Centers zur Überlebensfrage. Hier könnte sich schon in den nächsten Tagen etwas tun. Die Baskets bestätigten, dass sie Kontakt zum US-Amerikaner Yancy Gates haben (siehe Info-Kasten), er sei einer von drei Kandidaten.

Der, den er ersetzen soll, der verletzte Tadas Klimavicius, verfolgte die Partie von der Bank aus – und schlug die Hände vors Gesicht angesichts der Vorstellung seines Teams, dem nichts gelingen wollte: Die Bonner trafen nur vier von 22 Dreiern, gaben das Reboundduell 29:47 ab, gönnten Hagen dabei mit 17 Offensivrebounds bei fast der Hälfte der Fehlversuche eine zweite Chance.

Pohl beschönigte anschließend nichts: „Wir waren defensiv zu schwach. Lange konnten wir unsere Match-up-Probleme kaschieren, aber nach dem 58:52 sind wir zusammengebrochen. Hagen hat uns mit seinem Innenspiel dominiert und auch schwere Dreier getroffen. Da müssen wir anders auftreten, das tut mir gerade für unsere Fans sehr leid.“

Gegen die bekannte Offensivpower Hagens hatte Pohl seiner Truppe zunächst ständig wechselnde Defensevarianten verordnet. Die Baskets versuchten es auch mehrfach mit einer sehr „kleinen“ Aufstellung, als mit Eugene Lawrence, Langston Hall und Rotnei Clarke drei Guards gleichzeitig auf dem Feld waren – das forderte Hagen Flexibilität ab, verhinderte aber nicht, dass die Gastgeber von Beginn an in Führung lagen.

Konnten die Baskets zunächst die größte Offensivwaffe der Hagener, die Dreipunktwürfe, gut kontrollieren, packten die Hausherren zu Beginn des zweiten Viertels dann doch ihre Distanzwürfe aus. Sie trafen direkt drei Dreier und schraubten den Vorsprung mit einem 9:2-Lauf erstmals in zweistellige Höhe (32:22, 13.).

Im dritten Viertel kämpfte sich Bonn bis auf 52:56 heran (26.), aber es genügten wenige Rückschläge, um die Baskets völlig auseinanderbrechen zu lassen: In den vier Minuten bis zur Viertelpause kassierten sie 10:22-Punkte (62:78) – und im Schlussviertel durften die Hagener Topscorer weiter für ihre Statistik arbeiten,

Das letzte Hinrundenspiel am Sonntag bei Meister Bamberg dürfte ein Himmelfahrtskommando werden. Ihre Hoffnung setzen die Baskets in die anschließende zweiwöchige Pause. Dann soll der neue Center da sein und mit Isaiah Philmore einer der Verletzten zurückkehren.

Baskets: (Pkte/3er) Mädrich (13), McKinney (2), Mangold, Lawrence (13), Koch (11/1), White (20), Clarke (12/2), Hall (3/1), Beverly (8), Lodders, Blass; Rebounds: 29 (White 6); Assists: 28 (Hall 9, Lawrence 8); Trefferquote Feld: 48 % (31/65); Dreierquote: 18 % (4/22); Freiwurfquote: 73 % (16/22).

Hagen: Bell (6/1), Jefferson (16/4), Elliott (17/1), Klassen (14), Hess (10/2), Covington (21), Geske (7/1), Mann (14/2), Keßen (1), Grof; Rebounds: 47 (Elliott 11); Assists: 32 (Bell 12); Trefferquote Feld: 46 % (34/74); Dreierquote: 44 % (11/25); Freiwurfquote: 77 % (27/35).