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Telekom Baskets - Giessen 46ers: Baskets verlieren bei Aufsteiger Gießen 72:87

Auch mit geballten Fäusten gelang es Cheftrainer Carsten Pohl nicht, seine Jungs zum Auswärtssieg zu führen. Dazu war der Auftritt der Baskets insgesamt zu blutleer.

Auch mit geballten Fäusten gelang es Cheftrainer Carsten Pohl nicht, seine Jungs zum Auswärtssieg zu führen. Dazu war der Auftritt der Baskets insgesamt zu blutleer.

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Sascha Engst

Giessen/Bonn -

Da hatten sie nach Aussage von Cheftrainer Carsten Pohl in der zweiwöchigen Spielpause gut und intensiv trainiert, da sind sie mit den besten Vorsätzen nach Gießen gefahren – und was steht am Ende? Die bittere Einsicht, dass bei den Telekom Baskets überhaupt kein Fortschritt erkennbar ist. Die Bonner verloren gegen den Aufsteiger zum zweiten Mal in dieser Saison, am Samstag war wieder einer dieser offenbar nicht abzustellenden defensiven Einbrüche dafür verantwortlich, dass die Rheinländer mit 72:87 (21:23, 18:17, 19:22, 14:25) mit leeren Händen nach Hause fuhren und auf Rang 13 verharren.

Zur Pause (39:40) und nach dem dritten Viertel (58:62) waren sie noch auf Augenhöhe, dann gerieten sie aber in den ersten vier Minuten des Schlussabschnitts mit einem 4:15-Lauf zum 62:77 (34.) ins Hintertreffen, damit war die Partie gelaufen. Aber nicht nur diese vierminütige Schwächephase war entscheidend dafür, dass der kurz vor Weihnachten ins Amt gekommene Carsten Pohl in seinem zehnten Einsatz als Cheftrainer seine siebte Niederlage bezog, insgesamt Bonns 15. nach 23 Spieltagen.

Durch 20 Ballverluste den Schwung genommen

Fatal war auch, dass sich die Baskets immer wieder mit Ballverlusten selbst den Schwung nahmen. Das war gleich zu Beginn so, als sie 0:7 in Rückstand gerieten, das zog sich aber auch danach durch ihr Spiel. 20 Turnover wies die Statistik am Ende für Bonn aus, bei Gießen nur elf. Hinzu kam, dass die Baskets unter den Augen zahlreicher enttäuschter Bonner Fans, die die Auswärtsfahrt auf sich genommen hatten, in puncto Einsatz, Leidenschaft und Siegeswillen eindeutig unterlegen waren.

Der nach seiner Knieoperation weiter zum Zuschauen verdammte Co-Kapitän Andrej Mangold hatte im Pauseninterview auf telekombasketball.de noch gefordert, „ich erwarte, dass die Jungs deutlich härter zur Sache gehen“, auf dem Feld fand dies aber keine durchschlagende Resonanz.

In der ersten Halbzeit hatten sich die Baskets noch durch eine starke Dreierquote (acht Treffer bei zwölf Versuchen) im Rennen gehalten: Erst hatte Eugene Lawrence, der seine 15 Punkte komplett aus der Distanz erzielte, mit drei Treffern zur 13:11-Führung beigetragen, dann traf Dirk Mädrich zweimal, als er mit acht Punkten in Folge nach 23:31-Rückstand im Alleingang zum 31:31 (16.) ausglich. Dass die Bonner nach der Pause nur noch einen Dreier trafen (bei sechs Versuchen) und ihr Potenzial auf den langen Positionen nicht auszunutzen verstanden, waren weitere Gründe der Niederlage.

Pohl sprach in Pressekonferenz von einem „verdienten Sieg“

Denn weder Center-Brocken Yancy Gates (7 Punkte), noch Tadas Klimavicius (4) oder Aaron White (9) konnten unter den Körben die erhoffte Dominanz erspielen. Zwar rafften sich die Baskets nach dem ersten zweistelligen Rückstand (48:58, 27.) bis zum Ende des dritten Viertels noch mal auf (58:62), der entscheidende Rückschlag folgte aber unmittelbar danach.

Pohl sprach in der Pressekonferenz von einem „verdienten Sieg“ der Gießener: „Offensiv haben wir nicht diszipliniert genug gespielt. Den Einbruch im letzten Viertel hätten wir nicht haben dürfen. Wir müssen mehr Einsatz zeigen und gegenhalten, wenn der Gegner wegzieht.“

Bei elf ausstehenden Saisonspielen liegen die Bonner sechs Punkte vor einem Abstiegsplatz und zwölf Zähler hinter einem Play-off-Platz – da wird klar, wohin sich der Blick richten muss: In den bevorstehenden Heimspielen gegen Tübingen (6.3.) und Hagen (13.3.) sollten sie sich endgültig nach hinten absichern, bevor es gegen Frankfurt, Bayern, Bamberg und Berlin zu vier knüppelharten Spielen gegen Topteams kommt.

Baskets: (Pkte/3er) Gates (7), Mädrich (8/2), Marshall (9/1), Philmore (12), Lawrence (15/5), Klimavicius (4), Koch, White (9), Clarke (8/1); Rebounds: 31 (Klimavicius 7); Assists: 18 (Lawrence 8); Trefferquote Feld: 52 % (27/52); Dreierquote: 45 % (9/20); Freiwurfquote: 64 % (9/14).

Gießen:Braimoh (19), Hobbs (13/1), Wells (11/1), Olaseni (10), Bartolo (9/2), Dileo (6), Palm (5/1), Lischka (4), Schoo (4), Tadda (3/1), Wragge (3/1); Rebounds: 29 (Hobbs 6); Assists: 25 (Wells 6, Dileo 6); Trefferquote Feld: 52 % (34/65); Dreierquote: 32 % (7/22); Freiwurfquote: 67 % (12/18).


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