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VfL Gummerbach - ThSV Eisenach: VfL Gummersbach ließ Gast nie ins Spiel kommen

Simon Ernst setzte sich gegen Daniel Luther durch und erhöhte in der 58. Minute auf 31:19 für den VfL Gummersbach.

Simon Ernst setzte sich gegen Daniel Luther durch und erhöhte in der 58. Minute auf 31:19 für den VfL Gummersbach.

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Kleinjung

Gummersbach -

Es ist ein Sieg, der Emir Kurtagic, Trainer des VfL Gummersbach, die Enttäuschung nach der Niederlage gegen den THW Kiel ein bisschen vergessen lässt. Der deutliche 32:21 (19:11)-Erfolg gegen den ThSV Eisenach spiegele nämlich die gute Trainingsarbeit wieder, die seine Mannschaft in der Vorbereitung auf die restlichen Rückrundenspiele geleistet habe, wider. „Die Mannschaft hat unheimlich gut mitgearbeitet“, erklärte Kurtagic. Sie habe gezeigt, dass sie Spiele auch deutlich gewinnen kann.

VfL-Trainer Emir Kurtagic und Torhüter Carsten Lichtlein.

VfL-Trainer Emir Kurtagic und Torhüter Carsten Lichtlein.

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Vor eigenem Publikum in der ausverkauften Schwalbe-Arena starteten die Hausherren sehr konzentriert und mit der nötigen Aggressivität in der Abwehr. Eisenach hatte sich im Kampf gegen den Abstieg viel vorgenommen, fand aber gegen den VfL überhaupt nicht ins Spiel. „Wir haben nicht wie ein Absteiger, sondern wie ein Zweitligist gespielt“, sagte anschließend Eisenachs Trainer Velimir Petkovic.

Auch Unkonzentriertheit in der Schlussphase wendete das Spiel nicht

Die Gummersbacher führten schnell mit 8:2 (12.) und ließen auch in der Folge nicht nach. Vor allem gegen die Deckung fiel den Gästen nicht viel ein, während die Gummersbacher ihre Chancen nutzen. Vor allem Europameister Julius Kühn strotzte vor Selbstvertaruen und traf wie er wollte. Obwohl er über weite Strecken vor allem in der Abwehr spielte, war er mit sieben Toren einer der erfolgreichsten Werfer. Dem stand nur ein Pfostentreffer entgegen.

Hahn im Korb: Europameister Julius Kühn war gestern einer der gefragtesten VfL-Spieler.

Hahn im Korb: Europameister Julius Kühn war gestern einer der gefragtesten VfL-Spieler.

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Und auch Neuzugang Kevin Schmidt überzeugte bei seinem ersten Auftritt vor heimischem Publikum. „Wir haben eine gute Abwehr gespielt, waren aber in der zweiten Halbzeit ein bisschen zu schlampig mit unseren Chancen“, sagte er.

Anders als im Hinspiel, als der VfL trotz deutlicher Überlegenheit die Partie in Eisenach nach der Pause fast noch aus der Hand gegeben hätte, spielten die Gummersbacher nach dem Wiederanpfiff konzentriert weiter. Sie bauten ihre Führung aus und lagen in der 37. Minute mit 23:13 erstmals mit zehn Treffern vorne. Eisenach stellte die Deckung auf 5:1 um, nahm kurz hintereinander zwei Auszeiten, doch der VfL ließ sich nicht aus der Spur bringen. Auch wenn die Mannschaft sich in der Schlussphase einige Unkonzentriertheiten erlaubte, Eisenach konnte nur noch auf 19:28 (54.) verkürzen.

Eine gelungene Heimpremiere in 2016

Am Ende stand eine gelungene Heimpremiere in 2016. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. „Wir haben von der ersten Sekunde an eine tolle Leistung abgerufen, es hat alles gepasst“, freute sich der VfL-Trainer. „Das war Werbung für den VfL.“ So soll es weitergehen. Am Samstag möchte der VfL auch im bergischen Derby nachlegen.

VfL Gummersbach: Lichtlein (1. bis 43./10 Paraden), Puhle (43. – 60./6 P darunter ein Siebenmeter); Schröter (2), Ernst (3), Schindler (1), Kühn (7), Persson, Pevnov (3), Zufelde (1), Bult (2), Schmidt (8/4), von Gruchalla (1), Becker, Schröder (4).

ThSV Eisenach: Redwitz (1. - 12. und 25. - 30./3 P), Verkic (12. - 25. und 30 - 60./7 P); Wöhler (2), Luther, Celica, Ragnarsson (1), Schliedermann (2), Hansen (2), Urban (4/2), Holzner (1/1), Koloper (2), Mackovsek (1), Valiullin (2), Criciotolu (4).

Zuschauer: 4135 (ausverkauft).

Schiedsrichter: Philipp Dinges/Daniel Kirsch.

Zeitstrafen: 6:6 (Schindler, Persson, Zufelde – Celica/2, Urban).

Siebenmeter: 4:4 – 3:4 (Urban scheitert an Matthias Puhle).

Beste Spieler: Kühn, Schmidt – keiner.