Zu einer dramatischen Rettungsaktion ist es in der Nacht auf Sonntag in einem Mehrfamilienhaus an der Westfalenstraße in Kreuzberg gekommen.
Aus noch ungeklärter Ursache war im Dachgeschoss des zweieinhalbstöckigen Gebäudes ein Feuer ausgebrochen. Die 42-jährige Bewohnerin im Dachgeschoss rief die Feuerwehr, konnte sich aber im Gegensatz zu zwei anderen Hausbewohnern nicht mehr selbst ins Freie retten. Die Frau flüchtete sich zu einem Giebelfenster.
Als die Löschgruppe Kreuzberg, kurze Zeit später eintraf (sie liegt nur rund 150 Meter entfernt), wollte die Frau aus acht Metern Höhe aus dem Fenster springen. Den Feuerwehrleuten gelang es aber, die Frau soweit zu beruhigen, sodass sie gegen 3.30 Uhr über eine Steckleiter gerettet werden konnte.
Die Feuerwehr musste in der nach auf Sonntag zu einem Großeinsatz in Kreuzberg ausrücken. Insgesamt waren 70 Feuerwehrmänner aus Kreuzberg Egen, Halver, Bommert und des Löschzuges Wipperfürth im Einsatz, um den Brand in einem Mehrfamilienhaus zu löschen. Eine Frau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Foto: Lars StrombachSie erlitt eine starke Rauchvergiftung und wurde, ebenso wie die beiden anderen Anwohner ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei ist sie lebensgefährlich verletzt. Auch ein Polizist wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.
Rund 70 Feuerwehrleute der Löschgruppen Kreuzberg Egen, Halver, Bommert und des Löschzuges Wipperfürth waren im Einsatz. Da vermutet wurde, dass sich weitere Personen in dem Gebäude aufhielten, durchsuchten die Feuerwehrleute unter Atemschutz mehrfach alle Räume. Menschen fanden sie dabei keine, aber einen Hund, der ebenfalls gerettet und an Nachbarn übergeben wurde.
Die Dachgeschosswohnung brannte völlig aus. Nach rund einer Dreiviertelstunde war das Feuer unter Kontrolle. Bis morgens um 9 Uhr hielt die Löschgruppe Kreuzberg noch Brandschutz, dann wurde der Einsatz beendet. Zur Ermittlung der Brandursache wurden Spezialisten eingeschaltet. (lz)