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Breitbandausbau: Nie wieder offline in Oberberg

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Über den DSL-Standard geht die Mehrzahl der Haushalte in Lindlar ins Netz. Foto: dpa
2000 Fragebögen hatte die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres verschickt. Die Gemeinde Lindlar hat nun das Ergebnis der Bürgerbefragung zum Breitbandausbau vorgelegt. Dabei wird deutlich: Teile der Gemeinde sind unterversorgt.
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Lindlar

Bevor das Digitalzeitalter auch bis in die letzten Winkel der Gemeinde vordringt, mussten im Rathaus an der Borromäusstraße erst einmal 2000 Briefe ganz analog auf Papier ausgedruckt und eingetütet werden: 2000 Fragebögen hatte die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres verschickt. Die Adressaten der ungewöhnlichen Aktion waren die letzten Haushalte in der oberbergischen Kommune, die noch keinen Breitband-Internetanschluss haben.

KOSTEN

425000 Euro Investitionsbedarf für die gesamte Gemeinde.

161000 Euro davon für den Ausbau in Linde.

264 000 Euro für den Ausbau in Hartegasse, Kapellensüng und Brochhagen.

124 250 Euro Eigenanteil von den Gesamtkosten müsste die Gemeinde Lindlar aus den freiwilligen Leistungen des Haushalts aufbringen.

75 Prozent der Gesamtkosten können durch Fördermittel des Landes aufgebracht werden. Der Antrag dazu soll nun gestellt werden.

Das Ergebnis der Umfrage liegt jetzt vor und zeigt deutlich: Teile der Gemeinde sind deutlich unterversorgt. In 63 Haushalten regiert gar noch die Technik aus den Anfangstagen des Internets, denn sie gehen nur über ein Modem oder über ISDN ins Netz. Gegen diese Unterversorgung „werden wir etwas unternehmen“, stellt Bürgermeister Dr. Georg Ludwig (CDU) klar. Dafür hatte auch der Gemeinderat bereits seine Unterstützung signalisiert.

Knapp eine halbe Million Euro würde der Ausbau der Breitbandtechnik bis in die letzten Winkel der Gemeinde kosten, hat die Verwaltung errechnet. Durch die konkreten Umfrage-Ergebnisse kann Lindlar nun Anträge für Fördergelder stellen. Fachleiter Herbert Schibelka sieht gute Chancen für eine Bewilligung, kann sich der Antrag doch auf das Zahlenmaterial aus der Bürgerbefragung stützen.

Fließt das Fördergeld, sollen zuerst die Siedlungsräume Hartegasse und Süng ans schnelle Netz angeschlossen werden, möglichst auch bis zu den Häusern in Breun. Laut Verwaltung könnten die konkreten Planung beginnen, wenn im Rathaus die Förderbewilligung vorliegt. (lb)

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