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U3-Betreuung: Nicht alle Wünsche lassen sich erfüllen

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Der Bedarf an Kindergartenplätzen für Kinder unter drei Jahren ist deutlich gestiegen.  Foto: dpa
Das Gesetz der Bundesregierung, das allen Eltern einen Platz für ihre unter dreijährigen Kinder garantiert, hat die Kommunen vor große Aufgaben gestellt. Denn wer keinen Platz bekommt, kann klagen. Doch der Bedarf kann kaum gedeckt werden. Von
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Wipperfürth

Richtig glücklich ist Miriam (30) mit dem neuen Kindergartenplatz ihrer Tochter nicht. Das Mädchen wird im nächsten Winter drei Jahre alt, zählt also als U3-Kind, dem ab Sommer 2013 ein Kindergartenplatz zusteht. „Da sie noch so klein ist, wollte ich es erst mal langsam angehen“, erklärt die Mutter aus Wipperfürth. Sie suchte einen 25-Stunden-Platz, aber die sind ziemlich rar. „Jetzt ist meine Tochter für einen 35-Stunden-Platz angemeldet. Ich finde, das ist für ein junges Kind eine ganze Menge, deshalb werde ich sie erst mal nur bis mittags schicken.“

Das Gesetz der Bundesregierung, das allen Eltern einen Platz für ihre unter dreijährigen Kinder garantiert, hat die Kommunen vor große Aufgaben gestellt, denn wer keinen Platz bekommt, kann klagen.

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Ute Dalmus, Leiterin des Jugendamts Wipperfürth, sieht dem kommenden Kindergartenjahr positiv entgegen. „Wir haben früh genug angefangen, zu planen. Grundsätzlich gibt es für alle, die Bedarf haben, einen Platz“, erklärt sie. Für die unter Dreijährigen gibt es in Wipperfürth insgesamt 156 Plätze bei Tageseltern und in Kindertagesstätten – das deckt den Bedarf von 28 Prozent der Kinder. Zählt man die über Dreijährigen mit, gibt es in der Hansestadt 732 Plätze. Die Quote von 28 Prozent liegt zwar unter der landesdurchschnittlichen Quote von 32 Prozent, scheint aber, so Dalmus, zu reichen, denn es sind noch einige Plätze frei.

„Allerdings“, gibt die Jugendamtsleiterin zu, „können nicht alle Wünsche der Eltern erfüllt werden.“ Das fängt beim Wahlkindergarten an und erstreckt sich bis auf die Stundenzahl. Dabei kann es auch zu paradoxen Situationen kommen. So muss der eine Kindergarten die unter Dreijährigen wegschicken, weil er nicht mehr aufnehmen kann; der nächste Kindergarten muss die größeren Kinder wegschicken, weil ihm noch Kinder unter Drei fehlen. Auch die Stundenzahl ist vorgegeben. Das kann dann dazu führen, dass Kinder wie Miriams Tochter mehr Stunden bekommen, als gewollt waren, während berufstätige Eltern sich mit weniger Stunden Kindergartenzeit zufriedengeben müssen, als sie eigentlich bräuchten.

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