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Vor Gericht: Opfer mit Marienstatue geschlagen

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Symbolbild Foto: dpa
Ein 42-Jähriger steht in Köln wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht. Er schlug im April mit einer Marienstatue auf einen Mann ein. Das Gericht prüft nun die Unterbringung in der Psychiatrie.  Von
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Lindlar/Köln

Für ein Ehepaar aus Lindlar waren es schockierende Stunden, die heute noch für schlaflose Nächte sorgen: Am Abend des 26. April 2012 hörte der heute 43-jährige Mann Geräusche auf der Straße und dachte, jemand würde Autos beschädigen. Er ging hinaus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Als er unerwartet lange ausblieb, folgte ihm seine Frau. Ihr bot sich ein schockierender Anblick: Ihr Ehemann wurde rücklings von einem Unbekannten gepackt, der mit einer Marienstatute auf ihn einschlug.

Opfer leidet bis heute an den Folgen des Angriffs

 Dieser Mann (42) steht nun in Köln wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht. Da er zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein soll, steht die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik im Raum.

„Als wir eintrafen, war alles voller Blut“, erinnerte sich eine 35-jährige Polizistin. Der Vorfall hatte die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregt, die den Notarzt verständigten. Der Angreifer konnte fliehen. Wenig später ging bei der Polizei ein weiterer Anruf ein. „Eine Dame sagte, bei ihr sei jemand, der sage, er habe einen anderen erschlagen“, berichtete eine 32-jährige Polizistin.

Vor Ort habe man den Mann angetroffen, der nun des versuchten Totschlags beschuldigt wird. Er habe wirr geredet, zwar in klaren Sätzen, aber der Inhalt habe wenig Sinn gemacht. Die Beamtin und ihr Kollege rekonstruierten seine Aussage: „Er sagte, er hätte in der Schule einen Auftritt gehabt. Von ,Alleinunterhalter' war die Rede. In der Schule sei es dunkel gewesen, und er habe nur einen Zettel gefunden, auf dem stand, er solle um das Haus herumgehen.“ Im Dunkeln sei er dann über eine leblos am Boden liegende Person gestolpert. Daraufhin seien drei Personen mit einem Hund aufgetaucht, und weil er Angst gehabt habe, habe er um sich geschlagen. Dann sei er zu der Dame geflüchtet, die schließlich die Polizei anrief – eine entfernte Bekannte von ihm.

Zusammenführen konnte die Polizei beide Vorfälle, weil der Angreifer aus dem ersten Szenario am Tatort seinen Mantel verlor – und eben dieser Mantel fehlte dem vermeintlichen Alleinunterhalter, der später von der Polizei aufgegriffen wurde. Zu den pikanten Details der Tat gehörten die Tatwaffen: eine Marienfigur aus schwerer Eiche und ein Rosenkranz, die der Beschuldigte in unmittelbarer Nähe des Tatortes aus einer kleinen Kapelle entwendet haben muss. „Wir sahen noch die Flecken an der Wand, wo beides vorher hing“, sagte eine Polizistin aus. Den Rosenkranz hatte der Täter, der aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stammt, seinem Opfer mehrfach um den Hals geschlungen. Bis heute leidet der 43-Jährige, der Opfer des Beschuldigten wurde und im Prozess als Nebenkläger auftritt, an den Folgen der Attacke.

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