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Autobauer: Ford macht 259 Millionen Euro Gewinn in Europa

Das Logo von Ford

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dpa

Dearborn -

Ford hat im abgelaufenen Jahr in Europa einen Vorsteuergewinn von 259 Millionen Dollar eingefahren. Für 2014 hatte Ford in Europa noch einen Verlust von 598 Millionen ausgewiesen. Wie der US-Autobauer am Donnerstag mitteilte, kletterte allein im vierten Quartal der Vorsteuergewinn um 428 auf 131 Millionen Dollar. Geholfen hätten dabei eine bessere Marktentwicklung und geringere Kosten aufgrund des laufenden Restrukturierungsplans in Europa, so der Konzern. Im Gesamtjahr stieg der Absatz in Europa um zehn Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge. 

Geholfen hat freilich auch eine neue Art der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen, wie die Rundschau in der vergangenen Woche berichtet hatte. In Europa hatte Ford nach eigenen Angaben demnach in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres nach neuer Bilanzierung einen Gewinn vor Steuern von 128 Millionen Dollar erzielt. Nach alter Methode hätte da ein Verlust von 381 Millionen Dollar gestanden. Pensionsrückstellungen bucht Ford nicht mehr im operativen Ergebnis, sondern unter Sonderfaktoren.  Aber auch ohne die neue Bilanzierungsmethodik hat Ford die Ergebnisse in Europa seit 2012 stetig verbessert.

Weitere Verbesserungen in Europa erwartet Ford im laufenden Jahr, wie Finanzvorstand Bob Shanks in Dearborn sagte. Es solle weitere Maßnahmen zu Kostensenkung geben. So sollen die Gewinnschwelle abgesenkt und steigende Kosten der Regulierung aufgefangen werden sowie Investitionen in Modelle in wachsenden Marktsegmenten sowie Mobilitätsdienstleistungen möglich werden. Ford erwartet Wachstum etwa bei Geländewagen.

Der Ford-Konzern weist für das abgelaufene Jahr einen Rekord-Vorsteuergewinn von 10,8 (2014: 7,3) Milliarden Dollar auf. Das Nettoergebnis kletterte von 1,2 auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 5,5 auf 149,6 Milliarden Dollar, der Autoabsatz legte um 0,3 auf 6,6 Millionen Fahrzeuge zu.