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Chronologie: Der Fall Schlecker

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In den bundesweit 2800 Schlecker-Filialen ist heute endgültig Schluss.  Foto: dpa
Für die ehemals größte deutsche Drogeriekette Schlecker ist endgültig Schluss. Der monatelange Überlebenskampf nach dem Insolvenzantrag Ende Januar war vergeblich. Am Mittwoch schlossen deutschlandweit die letzten Filialen des Stammunternehmens.
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Berlin


23. Januar: Anton Schlecker e.K., die Schlecker XL GmbH und die Schlecker Homeshopping GmbH melden Insolvenz beim Amtsgericht Ulm an, später folgt die Schlecker-Tochter IhrPlatz (Osnabrück)

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29. Februar: Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kündigt an, rund 11 750 der über 25 000 Jobs zu streichen und bis zu 2400 der 5400 deutschen Schlecker- und Schlecker-XL-Filialen zu schließen.


2. März: Bei IhrPlatz sollen mehr als 900 von 5350 Stellen und 142 von 612 Märkten wegfallen; später werden die Zahlen auf 650 und 122 reduziert.


28. März: Kündigungsschreiben an über 10 000 Schlecker-Beschäftigte gehen raus.


29. März: Das Amtsgericht Ulm eröffnet das Insolvenzverfahren. Zugleich verhandelt die Landesregierung in Stuttgart über eine Bürgschaft der Bundesländer für eine Transfergesellschaft. Eine gemeinsame Lösung scheitert aber vor allem am Widerstand der FDP-Wirtschaftsminister.


1. April: Die verbliebenen Schlecker-Beschäftigten hoffen auf den Erhalt ihrer Jobs. Der Insolvenzverwalter berichtet von drei bis fünf Investoren mit konkretem Interesse am Unternehmen.


10. Mai: Der Münchner Investor Dubag zeigt Interesse an einer Übernahme der insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz. Rund 3850 frühere Beschäftigte haben mittlerweile Klage gegen ihre Entlassung eingereicht.


24. Mai: Der einstige Karstadt-Retter Nicolas Berggruen interessiert sich für Schlecker. Ein Sprecher der Nicolas Berggruen Holdings GmbH bestätigt Gespräche mit Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz. Der Schlecker-Gläubigerausschuss berät über die Zukunft des Unternehmens.


1. Juni: Die größten Gläubiger kommen in Berlin zusammen und stimmen für die Abwicklung des Unternehmens. Mögliche Investoren hätten zu wenig geboten, heißt es. Auch die restlichen 13 200 Schlecker- Mitarbeiter in Deutschland verlieren ihren Job bis Ende Juni.


5. Juni: Bei einem Treffen in Ulm beschließt die Gläubigerversammlung das endgültige Aus. Rund 5000 Beschäftigte der Schlecker-Töchter IhrPlatz und Schlecker XL können noch hoffen. Der geplante Verkauf an den Münchner Investor Dubag zieht sich hin.


8. Juni: Die Gläubiger und Dubag erklären ihre Verhandlungen für gescheitert. Damit ist das Schicksal für die zwei zukunftsträchtigen Töchter aus dem einstigen Schlecker-Imperium wieder offen. In den bundesweit rund 2800 Schlecker-Märkten startet der Ausverkauf.


11. Juni: Die Drogeriekette dm zeigt Interesse für bis zu 80 Märkte der insolventen Schlecker-Töchter IhrPlatz und Schlecker XL.


27. Juni: Bei Schlecker gehen endgültig die Lichter aus. Die letzten noch verbliebenen Märkte des Stammunternehmens schließen.

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