Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Rekordgewinn: Kölner Messe ist Nummer 1 in NRW

Das Logo der Kölnmesse

Das Logo der Kölnmesse

Foto:

dpa

Köln -

"Das war ein ganz, ganz besonderes Jahr", freute sich Kölns Messechef Gerald Böse, als er am Dienstagabend auf 2015 zurückblickte. Weiter sprach er vom "Meilenstein", der mit dem "Rekordergebnis" erreicht worden sei. Die Messegesellschaft weise voraussichtlich einen Rekordgewinn von mehr als 30 Millionen Euro aus, so Böse. Das sind über zehn Millionen mehr als geplant und fast doppelt so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2013, als ein Gewinn von 17 Millionen eingefahren wurde.

Eine neue Höchstmarke gibt es auch beim Umsatz. Der liegt wohl bei über 315 Millionen Euro, 35 Millionen höher als 2013 und zehn Millionen höher als geplant. Damit sei die Kölner Messe die Nummer drei in Deutschland nach Frankfurt und Hannover und die Nummer eins in NRW, so Böse. Denn erstmals habe man den Rivalen aus Düsseldorf hinter sich gelassen, sagte Böse stolz. Er räumte allerdings auch gleich ein, dass Köln in ungeraden Jahren einen höheren Umsatz erzielt, weil es in ihnen mehr große Messen gibt als in geraden Jahren. In Düsseldorf sei dagegen der Umsatz in ungeraden Jahren wegen des dortigen Messeturnus niedriger.

Messen in Köln haben zum Teil deutliche Zuwächse bei Aussteller-, Besucher- oder Flächenzahlen erreicht. Außerdem sind die Auslandstöchter stärker als geplant gewachsen.

Für die Jahre 2015 bis 2019 will die Messe einen Gesamtüberschuss von rund 70 Millionen Euro erzielen. Für 2016, ein eher schwaches Messejahr, muss die Messe vielleicht noch einmal rote Zahlen ausweisen. Es winkt aber ein Sonderertrag. Deutlich bemerkbar machen würde sich in der nächsten Bilanz eine Einigung mit dem Esch-Fonds über die nördlichen Messehallen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Messe eine reduzierte Nutzungsentschädigung an die "Grundstücksgesellschaft Köln Messe 15-18 GbR" überwiesen, aber Rückstellungen in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro gebildet. Diese Summe würde im Fall einer Einigung für 2016 in die Bilanz einfließen und einen positiven Abschluss ermöglichen.

Wie berichtet, sieht der Vergleich mit dem Fonds eine jährliche Mietzahlung von 15,5 Millionen Euro vor. Zudem muss die Stadt eine Einmalzahlung von 57,2 Millionen leisten, die Hälfte der Mietzahlungen, die den Zeichnern des Fonds entgeht. Böse sprach von einem "ausgewogenen Verhältnis" und sagte: "Ohne diese Hallen wären wir nicht da, wo wir heute stehen."

In der kommenden Woche sollen der Messeaufsichtsrat und der Kölner Stadtrat über den Vergleich abstimmen. Die Gesellschafterversammlung des Fonds wird für das Frühjahr erwartet. Thomas Middelhoff wird dann nicht mehr zu den Miteigentümern zählen. Zuletzt wurden die Interessen des frühere Arcandor-Chefs von seinem Insolvenzverwalter vertreten. Nach Rundschau-Informationen werden die Anteile Middelhoffs im Messe-Fonds, aber auch in allen anderen Fonds unter dem Dach der Oppenheim-Esch-Holding von anderen Gesellschaftern übernommen oder sind es bereits.

Spuren hat bei der Messe das Thema Sicherheit hinterlassen. Böse: "Die Silvesterübergriffe haben uns als Bürger dieser Stadt, aber auch als Unternehmen einen Schlag versetzt." Es habe viele Anfragen von Kunden gegeben. Während der Möbelmesse waren bereits private Sicherheitsdienste im Einsatz.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?