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René Obermann geht: Wechsel an der Telekom-Spitze

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Rene Obermann, geht. Foto: dpa
Telekom-Chef René Obermann wird zum Ende des nächsten Jahres als Unternehmenschef abtreten. Er habe den Aufsichtsrat um die Entbindung von seinen Aufgaben gebeten, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Bonn mit.  Von
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Bonn

An der Spitze der Deutschen Telekom kündigt sich ein überraschender Wechsel an: Vorstandschef René Obermann gibt Ende nächsten Jahres sein Amt auf und verlässt den Konzern. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Timotheus Höttges. Das teilte die Telekom gestern in Bonn mit.

Für seinen Ausstieg beim Bonner Telekommunikationskonzern führte Obermann gestern berufliche Gründe an: Er wolle wieder näher ans operative Geschäft rücken, als das für den Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns möglich sei und noch stärker unternehmerische Aufgaben übernehmen: "Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, Produktentwicklung und Technik haben", sagte Obermann in einer Telefonkonferenz.

Wohin er wechselt, wollte Obermann gestern noch nicht sagen: "Ich möchte mich im kommenden Jahr voll auf meine Arbeit bei der Telekom konzentrieren." Bevor er unter Ron Sommer zur Telekom gestoßen war, hatte Obermann nach einer Lehre zum Industriekaufmann bei BMW in München sein VWL-Studium abgebrochen, um eine eigene Telekom-Firma aufzubauen. Die von ihm gegründete ABC Telekom verkaufte er 1998 an den asiatischen Mischkonzern Hutchison Whampoa.

Telekom-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner reagierte mit Bedauern auf Obermanns Entscheidung: "Ich respektiere seinen Schritt, auch wenn ich unsere erfolgreiche Zusammenarbeit sehr gerne weitergeführt hätte." Obermann steht seit Ende 2006 an der Spitze des Telekom-Konzerns, zuvor war er Vorstand der Mobilfunksparte. Erst Ende 2010 hatte ihm der Aufsichtsrat sein Vertrauen für fünf weitere Jahre als Vorstandschef des Bonner Dax-Konzerns ausgesprochen. Aussteigen wird er nun deutlich früher: "Für die wesentlichen Baustellen" habe das Unternehmen Lösungen gefunden, erklärte Obermann. "Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die Staffelübergabe vorzubereiten und einen geordneten Übergang sicherzustellen." Sein designierter Nachfolger Timotheus Höttges sei "der Beste, den man für diese Aufgabe finden konnte", sagte Obermann.

Höttges dankte dem Aufsichtsrat für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: "Ich habe 'ja' gesagt, weil ich weiß, dass hier im Unternehmen enormes Potenzial steckt. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf, mit René Obermann den Übergang zu gestalten. Die gewählte Nachfolgeregelung sichert Kontinuität im Übergang." Vor zwei Wochen hatte Obermann auf einer Investorenveranstaltung angekündigt, dass die Telekom nächstes Jahr in die Offensive gehen wolle. "Wir wollen ab 2014 wieder wachsen und das mit einem massiven Investitionsprogramm unterstützen", bekräftigte Höttges, dass die von Obermann angekündigte Marschrichtung unverändert gelte.

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