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Schwerpunktthemen 2016: IHK Köln setzt Fokus auf Startup-Szene

IHK-Chef Ulf Reichardt

IHK-Chef Ulf Reichardt

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Thilo Schmülgen

Köln -

Sein Potenzial als Standort für Startups hat Köln laut Industrie- und Handelskammer (IHK) noch längst nicht ausgeschöpft. In einer aktuellen europäischen Rangliste liege Köln gerade einmal auf Platz 23, abgehängt nicht nur von Spitzenreiter London, sondern auch von Berlin, München, Stuttgart und Budapest. Ziel für IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt sind die Top 5, was für den Spitzenplatz in Deutschland reichen sollte.

Damit Köln für Startups attraktiver wird, will die IHK in Köln vorhandene Kräfte bündeln und mit konkreten Angeboten unterstützen. Die Kammer will auch mitwirken, dass Köln zu einem von fünf Hubs werde, die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes NRW entstehen sollen. Die Ausschreibung dazu startet im Frühjahr. Geht es nach der IHK, gibt es einen gemeinsamen Antrag aus Köln. Bei einem Zuschlag winken immerhin 500 000 Euro Fördergelder. Voraussetzung ist, dass weitere 500 000 Euro aus Köln kommen. Ein Teil dieses Geldes will die IHK beisteuern, Mittel kommen auch von Sponsoren aus der Industrie.

Weitere Schwerpunktthemen der Kammer im laufenden und im kommenden Jahr sind die Stärkung des Industriestandorts, etwa durch Verbesserungsvorschläge für den Landesentwicklungsplan, der derzeit in Arbeit ist. Und auch Initiativen rund um die Digitalisierung bilden wieder einen Schwerpunkt.

Auf Initiative der Vollversammlung der Kammer wird die Integration von Flüchtlingen ein vierter Schwerpunkt. Die IHK wendet etwa eine Million Euro für Sprachkurse auf. In ihnen lernen Flüchtlinge mit Grundkenntnissen in drei oder vier Monaten die Sprache so, dass sie auch Fachdiskussionen im Job folgen können. Außerdem gibt es Praktika, Beratung zur Ausbildung oder berufliche Qualifizierung. (raz)


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