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Streit um Flächen: NRW-Bauern warnen vor Stillstand

Ein Landwirt düngt mit Hilfe seines Treckers und einem Düngerstreuer ein Feld.

Ein Landwirt düngt mit Hilfe seines Treckers und einem Düngerstreuer ein Feld.

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dpa

Köln -

Der Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Wilhelm Brüggemeier, kritisierte die "Regulierungswut des Ministeriums". Allerdings räumte Brüggemeier ein, dass Remmel unter dem Druck der Bauern einen Schritt auf die Landwirte zugegangen sei.

So verzichtet Remmel im neuen Landesnaturschutzgesetz auf die Vorgabe, dass auch Streuobstwiesen ab 2500 Quadratmeter in Hofnähe als Biotop unter Schutz gestellt werden. Zudem soll auch weiterhin "Totholz" im Wald verwertet werden dürfen. Scharf kritisierte Brüggemeier, dass NRW die geplante Begrenzung des Flächenverbrauchs auf täglich fünf Hektar bis 2020 in eine wirkungslose Sollvorschrift abgemildert hat.

Der Vorsitzende des Grundbesitzerverbandes NRW, Max Freiherr von Elverfeldt, forderte die rot-grüne Landesregierung auf, sich stärker für die Weiterentwicklung der ländlichen Räume einzusetzen. In einem Schreiben an die Bauernverbände hatte Remmel den Verlust vieler Lebensräume für Tiere und Pflanzenarten beklagt. Aus diesem Grund setzt NRW auch auf einen "Biotopverbund", wonach 15 Prozent der Fläche für den Naturschutz verbunden seien müssen - bundesweit gelten nur zehn Prozent. Brüggemeier kritisierte die "Alleingänge" des Landes.