In das ehemalige Ladenlokal von Drahtflechterei und Salumeria ist das Laizzini & Waichold eingezogen, das mit seiner Kaffee-Auswahl überrascht.
Mediterrane Ecke in KölnIm Laizzini & Waichold gibt es griechische und italienische Feinkost

Susanne Weichold und Philipp Ley sitzen in der Körnerstraße vor ihrem Lokal, das einmal die Salumeria war, die einmal die Drahtflechterei war.
Copyright: Lioba Lepping
Die knatschgrünen Holzpaneele, mit denen die Theke verkleidet ist, stammen noch aus der Zeit der Drahtflechterei, die jahrelang ein Fixpunkt im Zentrum Ehrenfelds war. „Wir haben den größten Teil der Theke neu gebaut, und die Bretter, die früher eine Zwischenwand waren, zur Verkleidung genutzt“, erklärt Phlipp Ley, der mit seiner Partnerin Susanne Weichold den neuen Laden an der Ecke Körnerstraße/Stammstraße konzipiert hat.

Schlichte Einrichtung lädt zum Verweilen im Café und Feinkostladen Laizzini & Waichold.
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Aber nicht nur Elemente aus der alten Drahtflechterei sind in die Inneneinrichtung eingeflossen, sondern auch die große Frischetheke, die noch aus der Zeit ihrer Vormieterin Lucia Ledda stammt, die hier 2022 bis 2025 ihre Salumeria betrieb. „Lucia erzählte uns eines Tages, dass es ihr zu viel wird mit dem Laden und sie eventuell aufhören wird. Wenn Du Dich wirklich entscheidest, ruf mich an!“ hatte Susanne Weichold, die bis Ende 2024 den Clean Ocean Store nur wenige Meter weiter an der Körnerstraße betrieben hatte, ihr mit auf den Weg gegeben.
Erzeugnisse von Bio-Bauernhöfen in Griechenland
Als der Anruf dann tatsächlich kam, im Herbst 2025, zögerten die beiden nicht mehr lange. Ley hat einen griechischstämmigen Schulfreund, der in seiner Heimatstadt Koblenz einen Feinkostladen führt. Seine Kontakte zu mehreren griechischen Bio-Erzeugern nutzen Ley und Weichold nun und bieten griechisches Olivenöl, Essig und Mezze an.
Aus den Zeiten der Salumeria haben sie noch immer einige sizilianische Produkte im Angebot. Aus einer sizilianischen Rösterei stammt auch der Kaffee, den sie anbieten. „Hier gibt es zwar mit van Dyck und Zwo gleich zwei Röstereien in unmittelbarer Nachbarschaft, wir wollten aber gerne eine Erweiterung des Angebots schaffen, die auch zu unseren Produkten passt. Viele Gäste finden auch, dass unsere kräftigen Bohnen aus Ragusa mit hohem Robusta-Anteil nach Urlaub schmecken“, erzählt Ley.
In mehrmonatigen Umbauarbeiten haben Ley und Weichold aus dem Feinkostladen Salumeria einen luftigen und dank seiner großen ehemaligen Schaufenster quasi transparenten Laden mit Innen- und Außenplätzen gemacht. An der Fensterfront zur Körnerstraße haben sie eine Klappbank angebracht. „Wir wollen natürlich nicht, dass sich hier nächtliches Partypublikum niederlässt“, erklärt Weichold. Szenen wie beim Impi, wo jeden Tag lange Schlangen vor dem Laden für Unmut bei den Nachbarn sorgen, sind für sie eine Horrorvorstellung. „Mit Matcha fangen wir gar nicht erst an.“ Der kleine Hof, der sich an Front zur Stammstraße anschließt, ist ein weiterer Ort, an dem die Café-Gäste verweilen können. Statt „to go“ ist hier „to stay“ das Motto.

Produkte, die im Café Laizzini & Waichold verkauft werden
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Drinnen im Laizzini & Waichold – der Name ist eine mediterran angehauchte Weiterentwicklung ihrer Nachnamen – säumen gepolsterte Sitzbänke die Fenster, schlichte Tische laden zum Niederlassen ein. Neben dem Kaffee mit dem kräftigen Aroma, gibt es Teespezialitäten aus Griechenland. Ihr Café soll vor allem zum „Verweilen in Gemütlichkeit und Herzlichkeit“ einladen. „In Zukunft wollen wir auch belegte Panini und Antipasti-Varianten anbieten, bei denen wir griechische und sizilianische Produkte mischen wollen.“ Derzeit belegt aber noch der Kuchen, den eine Freundin für sie backt, die Salumeria-Theke. Die Kuchenvitrine befände sich noch in der Anschaffung, so Weichold.
Laizzini & Waichold, Körnerstraße 56, 50823 Köln, geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr