Im Ehrenfelder Bezirksparlament gibt es einige Veränderungen, vor allem bei der SPD: Für den verstorbenen Udo Hanselmann rückt Dunja Engelke nach.
LokalpolitikSPD in Ehrenfeld verjüngt sich, Volt und FDP bilden gemeinsame Fraktion

Als Nachfolgerin von Udo Hanselmann wurde Dunja Engelke einstimmig zur Ersten Stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin gewählt.
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Einen „guten Start und viel Energie“ für seine Arbeit im Interesse Ehrenfelds wünschte Bezirksbürgermeister Volker Spelthann (Grüne) dem frisch gebackenen Bezirksvertreter Malte Jünger bei der feierlichen Einführung in sein neues Amt zu Beginn der jüngsten Sitzung der Ehrenfelder Bezirksvertretung. Ende April war der langjährige Bezirksvertreter Udo Hanselmann überraschend verstorben. Jünger rückt nun für ihn in die SPD-Fraktion nach und wird sich – in der Nachfolge Hanselmanns – insbesondere für die Stadtteile Bickendorf, wo er lebt, und Ossendorf engagieren.

Fasteleer, Dom und FC: Malte Jünger ist neuer SPD-Bezirksvertreter und deckt einige kölsche Traditionen ab.
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„Diese Stadtteile bestehen aber nicht nur aus Alt-Bickendorf und Alt-Ossendorf, das Westend oder Butzweilerhof gehören ebenso dazu“, deutet der 32-Jährige einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit in der BV an. Er ist in Ehrenfeld aufgewachsen. Nach dem Abitur an der Kaiserin-Augusta-Schule studierte er Betriebswirtschaftslehre und Wirtschafts- und Politikwissenschaften. Heute arbeitet Malte Jünger als Berater für Landes- und Bundesbehörden sowie andere öffentliche Organisationen.
Dunja Engelke ist nun Vize-Bezirksbürgermeisterin in Ehrenfeld
2016 trat Jünger in die SPD ein, absolvierte unter anderem ein Praktikum bei der Landtagsabgeordneten Gabriele Hammelrath. Neben seinem politischen Engagement ist der junge Vater Mitglied des 1. FC Köln, des Karnevalsvereins Fidele Kaufleute und des Dombauvereins. Weil Udo Hanselmann auch als Erster Stellvertretender Bezirksbürgermeister amtiert hatte, musste auch dieser Posten neu besetzt werden. Auf derselben Sitzung wurde Dunja Engelke einstimmig zu seiner Nachfolgerin gewählt und gleich in ihr Amt eingeführt. Die 60-jährige SPD-Politikerin aus Vogelsang ist seit 2020 Mitglied der Bezirksvertretung, die vierköpfige SPD-Fraktion ist die zweitstärkste in der BV, nach den Grünen mit sechs Sitzen.

Es passt auch menschlich: Marlis Pöttgen (l.) und Regina Bensch bilden die neue Fraktion Volt/FDP.
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Auch die Bildung einer neuen Fraktion konnte Bezirksbürgermeister Spelthann vermelden: Marlis Pöttgen von der FDP und Regina Bensch von Volt hatten sich zu diesem Schritt entschlossen und sind nun beide Co-Vorsitzende der Fraktion Volt/FDP. „Politik lebt von Veränderung. Nach den mehr als 25 Jahren, die ich mich schon in der Bezirksvertretung Ehrenfeld einbringen darf, freue ich mich über den frischen Wind, den Regina mitbringt. Gemeinsam werden wir beweisen, dass liberale und europäische Werte im Veedel Hand in Hand gehen können“, begründete Marlis Pöttgen, seit 1999 ununterbrochen Mitglied der BV, das Bündnis.
Lebenswerte Quartiersentwicklung ist Ziel von FDP und Volt
In den vergangenen Monaten habe man bereits festgestellt, dass es „menschlich gut passt“, sagt Bensch: „Gerade in den aktuellen Zeiten ist es besonders wichtig, dass die Vertreterinnen der demokratischen Parteien zusammenhalten und dazu imstande sind, trotz manchmal unterschiedlicher Positionen einen Konsens im Sinne der Menschen zu finden.“
Bensch und Pöttgen erkennen Schnittmengen in ihrer „Vision für Ehrenfeld“. Die Fraktion Volt/FDP kündigt an, sie werde sich in den kommenden Jahren für eine „nachhaltige und lebenswerte Quartiersentwicklung“ einsetzen. Der Fraktionsstatus erleichtert diese Arbeit etwas: Er ermöglicht es den Politikerinnen etwa, an den Besprechungen der Fraktionsvorsitzenden teilzunehmen, bei denen die BV-Sitzungen vorbereitet und unter anderem das Abstimmungsverhalten zu Verwaltungsvorlagen koordiniert wird. Zudem stehen den Fraktionen ein eigener Raum im Bezirksrathaus sowie weitere Finanz- und Sachleistungen zu.
