Die SPD möchte die Höchstgeschwindigkeit vor dem Tunnel der A 57 an der Herkulesstraße reduzieren. Denn die Anwohner sind dort dauergenervt vom Verkehrslärm.
Zu schnell, zu lautSPD Ehrenfeld möchte Anwohner der A 57 schützen

Viele geben vor dem Tunnel noch mal richtig Gas: Viele Anwohner des Autobahnzubringers an der Herkulesstraße nervt das.
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Kurz vor dem Tunneleingang geben sie noch mal richtig Gas, denn die Tunnelwände verstärken den Lärm der Motoren immens, und das macht nicht wenigen eingefleischten Freunden des Verbrennungsmotors dann einfach Spaß. Einige Pkw- oder Motorradfahrer manipulieren die Schalldämpfer ihrer Auspuffanlagen sogar, um den Krach noch intensiver auskosten zu können. Und hinter dem Tunnel erhöht sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 100 km/h. Das provoziert weitere Beschleunigungsmanöver, noch mehr Lärm.
Bezirksvertretung Ehrenfeld fordert Lärmschutzmaßnahmen für Anwohner
Für die Anwohner des Autobahnzubringers K4 an der Herkulesstraße ist dieser Lärm zuweilen unerträglich, vor allem nachts. Deshalb fordert die Bezirksvertretung Ehrenfeld (BV) auf Antrag der SPD-Fraktion nun die Prüfung geeigneter Lärmschutzmaßnahmen. So werden Lärmmessungen beantragt, um die tatsächliche Belastung, insbesondere in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr, zu ermitteln. Schwerpunktkontrollen der Polizei sollen außerdem die Erzeugung unnötiger Abgase und vermeidbaren Lärms ahnden und illegale Manipulationen an den Fahrzeugen aufdecken.
Vor allem aber schlagen die Bezirksvertreter eine Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zwischen den Anschlussstellen Ehrenfeld und Bickendorf auf 80 Kilometer pro Stunde in beiden Fahrtrichtungen sowie eine permanente Überwachung der Neuregelung vor. Vor etwa zehn Jahren noch war die BV mit einem ähnlichen Antrag am Veto der Bezirksregierung gescheitert, die auf die damalige Rechtslage verwies: Verkehrsbeschränkende Maßnahmen konnten Behörden nur anordnen, wenn eine „besondere Gefahrenlage“ vorlag.
Seit Herbst 2024 ist das anders. Eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit zum Beispiel ist nun auch möglich „zur Verbesserung des Schutzes der Umwelt, darunter des Klimaschutzes, zum Schutz der Gesundheit oder zur Unterstützung der geordneten städtebaulichen Entwicklung.“ Der SPD-Antrag wurde einstimmig angenommen.
