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Reißfest, mit Alarm: Diese Sporthose soll Frauen vor Vergewaltigungen schützen

Safe Shorts_Model

„Safe Shorts“ gibt es bislang als kurze Hotpants oder als Laufshorts.

Foto:

Tecos GmbH

Oberhausen -

Alleine abends im Dunkeln durch den Park joggen – für viele Frauen ist das eine Horrorvorstellung. So auch für Sandra Seilz. Die Unternehmerin aus Oberhausen hat daher „Safe Shorts“ entwickelt: Sporthosen, die Frauen mit besonderer High-Tech schützen sollen.

Seilz hat selbst eine unangenehme Erfahrung beim Joggen gemacht: Am helllichten Tag lauerten ihr an einer Laufstrecke drei angetrunkene Männer auf, wie sie der australischen „Vice“ erzählte. Einer hielt sie fest, einer versuchte ihre Hosen herunterzureißen und einer, sie zu vergewaltigen. Sie sagt, sie habe noch Glück gehabt: Ein Spaziergänger mit Hund war in der Nähe und der Hund vertrieb die Männer, bevor Schlimmeres passierte.

„Safe Shorts“: Laufhose mit Alarmsystem, Schloss und Protektor

Dank eines eingenähten Tunnelsystems sollen die „Safe Shorts“ reißfest und schnittresistent sein. Ein Protektor im Schritt soll vor Griffen schützen. Außerdem wird die Hose fest und im Schritt überkreuzt zugeschnürt, sodass sie nicht heruntergerissen werden kann. An den Schnüren ist neben einem Schloss auch ein Sirenen-System befestigt, das mit 140 Dezibel Alarm schlägt, wenn an der Hose gezerrt wird. Wenn Gefahr droht, kann es aber auch gezielt ausgelöst werden.

Safe Shorts_nah

Die „Safe Shorts“ sind unter anderem mit einem Alarmsystem und einem Sicherheitsschloss ausgestattet.

Foto:

Tecos GmbH

Wie groß die Gefahr für Frauen beim Joggen tatsächlich ist, ist schwer zu sagen. Für viele Frauen ist jedoch Angst ein ständiger Begleiter, wenn sie draußen laufen. Das zeigt die Nachfrage nach der Hose: Inzwischen hat „Safe Shorts“ Bestellungen aus 35 Ländern, darunter die USA, Kanada, Australien, Schweden, Norwegen und Spanien. Auch aus Südamerika, Südafrika, Indien und Asien bekommt sie Anfragen.

High-Tech-Hosen sollen „Frauen auf der ganzen Welt Schutz bieten“

In Kürze wird sie die Produktion von der Tschechischen Republik nach Indien verlagern, um größere Mengen bei niedrigeren Preisen herstellen zu können. „Unsere ‚Safe Shorts‘ sollen Frauen auf der ganzen Welt Schutz bieten“, erklärt Seilz. Bislang sind die Hosen noch zu teuer. Die knielangen Laufshorts kosten 149 Euro, die kurzen Hotpants 89 Euro. (bbm)