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25 000 Euro genehmigt: Spendenparlament unterstützt acht Hilfsprojekte

Mitglieder des Spendenparlaments und Vertreter der acht Organisationen, deren Projekte gefördert werden, stellten sich nach der Sitzung zum Gruppenfoto auf.

Mitglieder des Spendenparlaments und Vertreter der acht Organisationen, deren Projekte gefördert werden, stellten sich nach der Sitzung zum Gruppenfoto auf.

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Foto: Klodt

Bonn -

Das Spendenparlament will die Förderung zukunftsträchtiger, nachhaltiger Projekte künftig noch stärker in den Fokus rücken.

„Die Einrichtung der ,Offenen Werkstatt’ des Vereins Makerspace Bonn als Baustein der Digitalisierungswelle und der ,Offene MINT-Treff für Mädchen’ des Vereins Internationales Frauenzentrum sind gute Beispiele für Förderprojekte, die ganz in unserem Sinne sind“, betonte Sibylle Becker, Vorsitzende des Vereins Bonner Spendenparlament. Insgesamt wurden auf der 21. Sitzung 24 443,20 Euro für acht Projekte zur Verfügung gestellt.

Programme für Flüchtlinge

„Die demokratische Mitbestimmung unserer regelmäßigen Spender gehört genauso wie die Teilhabe benachteiligter Menschen an der Stadtgesellschaft zum Markenkern der seit zehn Jahren gelebten Nachhaltigkeit unserer wohltätigen Initiative“, sagte die Vorsitzende bei der Begrüßung der mehr als 100 Parlamentsmitglieder und Gäste im Auditorium des Kunstmuseums. Der Schirmherr des Spendenparlaments, Oberbürgermeister Ashok Sridharan, hob das besondere Engagement der Spender und der ehrenamtlich Aktiven für die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt hervor.

Zu den neu geförderten Projekten zählt auch die „Nachhaltige Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft“, die der Fußballverein FC Jawanan vorantreibt. Unter dem Motto „Meine erste Bibliothek“ will der Verein Kultur mit Hilfe von Lesepaten Zweitklässlern aus Familien mit Migrationshintergrund Zugang zu Büchern außerschulischer Bildung verschaffen.

Verbesserung der Lebensbedingungen

Mit der Einstudierung der kindgerechten Opernfassung „Die (kleine) Entführung aus dem Serail“ möchten Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft der Donatusschule einen Beitrag zur Integration leisten. Der Verein Hilfe für Frauen in Not plant ein „Offenes Mutter-Kind-Frühstück“ für Frauen mit Kleinkindern, die Gewalt erfahren mussten. Unterstützt werden ferner das Universitätsklinikum Bonn bei einer Kunsttherapie, die erstmalig für besonders krebs-belastete Patienten durchgeführt wird, und der Verein für Gefährdetenhilfe bei der Anschaffung eines Wärmepumpentrockners für das Betreuungszentrum für Wohnungslose.

Künftig sollen über das Spektrum der bisher schon geförderten Projekte hinaus neue Themenfelder erschlossen werden. „Unser Ziel ist es, nachhaltig im Sinne künftiger Generationen zur Verbesserung der Lebensbedingungen beizutragen“, sagte die Vorsitzende. Dabei biete die Bonner Nachhaltigkeitsstrategie eine Fülle von Ansatzpunkten. „Wir würden uns freuen, wenn der Weckruf der Jugend ,Fridays for Future’ auch bei den potenziell zu fördernden Vereinen in unserer Region aufgegriffen und in konkreten Klimaprojekten umgesetzt würde. Wir bieten gerne unsere Unterstützung bei der Entwicklung solcher Projekte an.“