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Landpartie auf Burg Adendorf: Die Renaissance des Lustwandelns

Garten und Heim

Skulpturen und eine Vielzahl weitere Accessoires für Garten und Heim erwarten die Besucher.

Foto:

Matthias Kehrein

WACHTBERG-ADENDORF -

Üppige Polster mit bequemen Nackenkissen, Fußbänkchen in Sitzhöhe, mit Gardinen versehene Bullaugenfenster und Champagnerhalter: Die großzügig dimensionierten Komfort-Strandkörbe eines niedersächsischen Korbflechtmeisters begeisterten am Donnerstag, dem Eröffnungstag der Adendorfer „Landpartie“, nicht nur Armgard Junker.

Das Entspannen im wetterfesten und gleichzeitig „kuscheligen“ Luxusmöbel „gibt gleich ein gutes Gefühl“, urteilte die Meckenheimerin. Auch die einfache Handhabung von Sonnenschutz und Liegemechanismus überzeugte viele Kauflustige, die sich nach längerem Probesitzen dazu entschlossen, das Sitzmöbel zu erwerben.

Die Kunst des Flanierens wiederentdecken

180 Aussteller präsentieren noch bis Sonntag auf der historischen Wasserburg von Gabriela Freifrau von Loë und ihrem Mann Georg Waren jenseits des Mainstreams, kombiniert mit einem Rahmenprogramm voller Kunst, Kultur und kulinarischer Genussmomente. Den Schlossbesitzern ist es ein besonderes Anliegen, ihren Gästen die Gelegenheit zu geben, auf ihrem idyllisch gelegenen Anwesen die Kunst des Flanierens wiederzuentdecken: „Die Renaissance des Lustwandelns macht Burg Adendorf für uns zu einem jener Sehnsuchtsorte, an dem die Seele entspannt baumeln und das Herz freudig hüpfen darf.“

Rund 7000 Besucher kamen trotz des überwiegend bewölkten Wetters an Christi Himmelfahrt zur Verkaufsmesse für Garten, Wohnen und Lifestyle, entdeckten die neuesten Trends im Haus- und Gartenbereich, ließen sich von der Kochkunst des Ahrweiler Sternekochs Hans Stefan Steinheuer verwöhnen, verkosteten bei Elke Drescher aus Wachtberg rare Bordeaux-Weine, probierten Parmesankäse aus dem italienischen Reggio und naschten Kaviar vom Stör aus dem arktischen Ozean. Auch Liebhaber kostbarer Möbel und Einrichtungsgegenstände wie silberner Butterdosen und Kandelaber kamen auf ihre Kosten.

Wie man für den „Urlaub zu Hause“ sorgen kann

Zeitlose Schönheiten in aufpoliertem Lack und blitzendem Chrom hatten es dem Motorsport- und Oldtimerfan Heribert Löhr angetan. Am Stand von Bernd Kalf und Sophia von den Driesch aus Bonn bewunderte der Ahrweiler Unternehmer vor allem das sportliche Fahrwerk eines knallroten Alfa Romeo von 1960. Der stand zwar nicht zum Verkauf, war jedoch gemeinsam mit einem weißen Jaguar Baujahr 1955 ein Anziehungspunkt für Autoliebhaber, die sich vor Ort zu „Benzingesprächen“ zusammenfanden. Der italienische Sportwagen liege „gut auf der Straße“, schwärmte Löhr, selber Alfa Romeo-Fahrer, und sei durch Fünfpunktgurt und Überrollbügel sehr sicher, „falls doch einmal etwas passiert“.

Ruhe vom geselligen Trubel bot der 300 Quadratmeter große Schaugarten des Euskirchener Garten- und Landschaftsgärtners Peter Sturm. Unter dem Motto „Leben im Garten: Geselligkeit und Genuss“ zeigt Sturm, wie eine gut geplante Bepflanzung für Heimeligkeit und Privatsphäre, einen „Urlaub zu Hause“, sorgen kann. Den „perfekten Tag“ wollen fünf Aussteller um den Adendorfer Töpfermeister Peter Hansen den Besuchern bereiten. Mit dabei ist der französische Möbeldesigner Jean-Marie Steiner mit individuellen Kreationen aus Holz, Leder und Stoff.

Das Konzept der „Landpartie“ wurde von Karl-Georg Graf von Wedel, dem inzwischen verstorbenen Gründer der Schloss Gödens Entertainment Gesellschaft, vor etwa 20 Jahren entwickelt. Die Organisatoren Karsten Gleich und Casimir Graf von Wedel erwarten an den vier Öffnungstagen rund 25.000 Besucher.

Landpartie auf Burg Adendorf, heute 10 bis 19 Uhr, Sonntag, 10 bis 18 Uhr. Eintritt: 12,50 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Tageskasse, Kinder bis 16 Jahre sind frei. Parkplätze stehen kostenlos zur Verfügung. Internet: www.landpartie.com.