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Kommentar zum Erdogan-Besuch: Erdogan wird massive Proteste aushalten müssen

Erdogan dpa

Erdogan kommt Ende September nach Deutschland.

Foto:

picture alliance/dpa

Köln -

Erdogan kommt also doch nach Köln – eine Überraschung ist das nicht. Mit der starken türkischen Community und der Zentralmoschee gibt es gleich zwei gute Gründe – auch wenn noch nicht klar ist, ob der Staatspräsident wirklich das Gotteshaus in Ehrenfeld besucht, mit dessen Entstehen er ja über die DITIB ohnehin engstens verbunden ist.

Köln werde Erdogan weltoffen, tolerant und liberal begegnen, hieß es gestern von der Stadtspitze. Konkret bedeutet das: Es wird wie schon vor vier Jahren massive Proteste und Demonstrationen geben. Es gibt unter den Türken hier viele, die ihrem Präsidenten nicht zujubeln. Die Beschränkung demokratischer Rechte in der Türkei wird zudem auch die Kölner auf die Straße treiben. Erdogan wird das aushalten müssen, Köln wird es ohnehin aushalten – und viele tausend Polizisten werden die Arbeit haben.

Wenn der Präsident dann auch die Moschee eröffnet, die ja praktisch seit langem in Betrieb ist, ist dieses Kapitel auch endlich beendet. Die Eröffnung durch welchen Bundespräsidenten auch immer als große Geste der Integration hat die Ditib schon lange verpasst.

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