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Vergewaltigung und Raub: 28-Jähriger muss sich in Köln vor Gericht verantworten

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Das Landgericht in Köln

Foto:

Benjamin Horn

Köln -

Vergewaltigung und Raub lauten seit Freitag die Vorwürfe gegen einen 28-Jährigen vor dem Landgericht. Der Mann soll laut Anklageschrift am 22. Juni 2018 eine Frau in einen Keller gezerrt und dort vergewaltigt haben. Ferner soll er dem Opfer 500 Euro geraubt haben. Zum Prozessauftakt schwieg er zunächst. Sein Verteidiger kündigte aber für den kommenden Verhandlungstag eine Einlassung an. Dabei wird es sich vermutlich aber nicht um ein vollumfängliches Geständnis handeln. Darauf deutet die Teilnahme einer Glaubwürdigkeitsgutachterin am Prozess hin.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte mit einem bislang Unbekannten die alkoholisierte junge Frau, die sich auf dem Heimweg befand, an der KVB-Haltestelle Deutzer Freiheit angesprochen haben. Anschließend soll das Trio am Rhein noch etwas getrunken und sich unterhalten haben. Nachdem der Unbekannte sich entfernt hatte, soll der Angeklagte zudringlich geworden sein und versucht haben, seine Hand in die Hose der Frau zu schieben. Als die ihn daran hinderte, soll er zunächst von ihr abgelassen haben.

Angeklagter ist mehrfach vorbestraft

Später sollen beide entschieden haben, mit einem Taxi nach Hause zu fahren. Hierzu wollte die Frau Geld an einem Automaten abheben. In den Abhebevorgang soll der Angeklagte eingegriffen und den abzuhebenden Betrag von 20 auf 500 Euro geändert haben. Das Geld steckte die Frau zunächst ein. Wenig später dann, soll der Angeklagte an einer Haustüre alle Klingeln gedrückt haben, bis ihm geöffnet wurde. Die Frau soll er dann in den Keller des Hauses geschleppt, dort vergewaltigt haben und die 500 Euro in seinen Besitz gebracht haben.

Der 28-Jährige hat bereits einiges auf dem Kerbholz. Schon mit 14 Jahren musste er einen vierwöchigen Arrest absitzen. Als Erwachsener wurde er mehrfach wegen Raub- und Diebstahlsdelikten sowie Körperverletzungen zu Gefängnisstrafen verurteilt. (bks)