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Bürgermeisterwahl in Kerpen: Dieter Spürck ist erst Ende Oktober im Amt

Glückwünsche für den Wahlsieger Dieter Spürck.

Glückwünsche für den Wahlsieger Dieter Spürck.

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Wilfried Meisen

Kerpen -

Auch nach der Wahl geht das Leben im Kerpener Rathaus, zumindest nach außen hin, erstmal seinen gewohnten Gang. Stühlerücken ist noch nicht angesagt. Denn Bürgermeisterin Marlies Sieburg ist noch bis zum 20. Oktober im Amt. An dem Tag soll sie zum letzten Mal eine Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses leiten. Ab dem folgenden Tag, dem 21. Oktober, wird Wahlsieger Dieter Spürck (CDU) die Stadtverwaltung als hauptamtlicher Bürgermeister leiten. Am 27. Oktober soll er im Rat feierlich ins Amt eingeführt werden.

Bislang ist Spürck Sozialdezernent: Wechselt er ins Bürgermeisteramt wird seine Dezernentenstelle frei, die nach Meinung des CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Ripp auch wieder besetzt werden sollte. „Eine Verwaltung von der Größenordnung Kerpens braucht zwei Dezernenten“, sagt Ripp. Neben dem technischen Dezernenten Joachim Schwister müsste der Rat also einen weiteren wählen. Nicht das Parteibuch, sondern die Qualifikation solle dabei im Vordergrund stehen, betont Ripp. Da die CDU keine eigene Mehrheit im Rat habe, sondern mit Bündnispartnern zusammenarbeite, müsse auch auf diese Rücksicht genommen werden. Haushaltskonsolidierung, Planungsprojekte und die Flüchtlingsfrage seien die wichtigsten Themen der nächsten Zeit.

Die SPD gesteht ihre „Wahlniederlage“, so Fraktionsvorsitzender Andreas Lipp, offen ein. Als SPD wolle man jetzt im Rat besonders darauf achten, dass wichtige Themen nicht vernachlässigt werden. Dazu zählten „die Gründung von Stadtwerken, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in allen Ortsteilen, die Beachtung des Sozialen Bodenmanagements sowie der Ausbau von Betreuungsangeboten und Versorgungsstrukturen für die jüngsten und die älteren Kerpener“.

Über den Sieg von Spürck freute sich besonders Bernd Janotta, einziger Stadtverordneter der Piraten im Rat. Die Kerpener Piraten hatten Spürck unterstützt. Dies, so Janotta, sei bundesweit das erste Bündnis zwischen CDU und Piraten und deshalb wegweisend.