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Nach Treuebekenntnis: Horn verlängert in Köln bis 2023 – „Signal für mehr Moral“

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Timo Horn 

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dpa

Köln -

Erst hat Timo Horn seinen Verbleib verkündet, jetzt hat der Torwart auch wie angekündigt seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängert. Der 24-Jährige hat seinen ursprünglich bis 2022 laufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis 30. Juni 2023 ausgeweitet.

„Die Gespräche mit Armin Veh und Alex Wehrle waren sehr gut und haben mich optimistisch gemacht, dass 6wir unser großes Ziel, den direkten Wiederaufstieg erreichen können. Das hat mich überzeugt, den Weg des FC mitzugehen“, sagt Timo Horn nach den Verhandlungen mit der Geschäftsführung des Noch-Fußball-Bundesligisten.

Die Vertragsverlängerung dürfte wie bei Nationalspieler Jonas Hector in erster Linie dazu dienen, eine neue Ausstiegsklausel für den Fall eines Scheiterns des Projektes „direkter Wiederaufstieg“ zu verankern. Zudem wird wohl auch bei Timo Horn das Zweitliga-Gehalt im Vergleich zum alten Vertrag nach oben hin angepasst worden sein.

Horn kam bereits im Alter von neun Jahren zum 1. FC Köln und spielte in allen Nachwuchsteams. In der Saison 2012/2013 gab er sein Profi-Debüt. Seitdem absolvierte der der gebürtige Kölner 203 Pflichtspiele für den FC und gewann mit der deutschen Olympia-Auswahl 2016 in Brasilien die Silbermedaille.

Heynckes lobt Horn, Hector & Co.

Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel des FC Bayern München beim 1. FC Köln hat Trainer Jupp Heynckes die besondere Einstellung einiger gegnerischer Profis gelobt. „Was sie in Köln zeigen, ist ein Signal für etwas mehr Moral und für das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Club“, sagte der 72-Jährige am Freitag in München. Das sei mehr, als etwa das Vereinswappen nach einem Tor zu küssen. „Das ist ein Signal, mit dem eine Verbundenheit mit dem Club gezeigt wird. Das finde ich großartig und zeigt mir, dass es im Fußball nicht nur in die falsche Richtung geht.“

Der frühere Mönchengladbacher Stürmer und Trainer wies auch auf den besonderen Reiz der Spiele gegen Köln hin. „Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man im Kölner Stadion spielt oder auf der Trainerbank sitzt“, sagte Heynckes. „Ich finde es schade, dass solch ein Traditionsverein in die 2. Bundesliga absteigt. Ich wünsche dem FC, dass er schnellstmöglich wieder ins Oberhaus kommt, dass er den Aufstieg anpeilt und realisiert.“ (sam, dpa)