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Herzschlagfinale gegen TuS Ferndorf: VfL Gummersbach feiert glücklichen Derby-Sieg

VfL Gummersbach 071119

Nachdem das Spiel schon fast gelaufen war, konnten die Gummersbacher Handballer am Ende doch noch einen Sieg und den Gewinn zweier Punkte bejubeln.

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Philipp Ising

Gummersbach -

Die Handballer des VfL Gummersbach haben am Donnerstagabend in der Zeiten Bundesliga zwei weitere Punkte eingefahren und damit ihren dritten Tabellenplatz weiter gefestigt. Im Derby gegen den TuS Ferndorf stand es vor 3850 Zuschauern in der Schwalbe-Arena nach einem Herzschlagfinale 19:18 (11:9) für die Kreisstädter.

Den letzten direkten Freiwurf konnten die Gäste aus dem Siegerland nicht mehr im Gummersbacher Gehäuse unterbringen. Zehn Sekunden vor Schluss hatte Marvin Sommer per Siebenmeter zum 19:18 getroffen und dem VfL beide Punkte gesichert, nachdem zuvor sieben Minuten lang nicht ein Treffer gefallen war.

Gummersbachs Trainer Torge Greve sprach dann auch nach dem Abpfiff von einem „glücklichen Sieg“, nachdem das Spiel aus Sicht des VfL beim Stand von 15:18 bereits tot gewesen sei. Ferndorfs bester Werfer Patrick Weber (7) hatte den Tus in der 44. Minute auf drei Tore enteilen lassen. Dass die Gäste in der Folge das Torewerfen komplett einstellen, spielte dem VfL in die Karten. Mit ein Grund dafür war sicherlich auch die Gummersbacher 5:1-Abwehr mit Yonatan Dayan auf der Spitze.

Alexander Hermann überzeugt

Der Ferndorfer Angriff tat sich sichtbar schwer mit Greves Umstellung und verspielte einen möglichen Sieg. Einer der Väter des Gummersbacher Erfolgs war aber einmal mehr Alexander Hermann. Der Halblinke traf gerade in den ersten 30 Minuten nach Belieben und kam Ende auf sieben Tore. Tore über Außen oder vom Kreis waren derweil Mangelware. Vermisst wurde auch Luis Villgrattner als Alternative auf der Spielmacherposition. Nachdem er sich im Dormagen-Spiel eine Verletzung zugezogen hatte, konnte er am Donnerstag noch nicht mitwirken.

Die Gummersbacher Fans feierten derweil ihr Team. Bereits während der Partie hatten die Anhänger beider Mannschaften für eine tolle Atmosphäre in der Arena gesorgt, so dass Greve und Ferndorfs Trainer Michael Lerscht auch von einem „phänomenalen“Derby-Rahmen sprachen. Man darf daher auf das Rückspiel im Siegerland gespannt sein.