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Kampf um den Klassenerhalt: VfL Gummersbach unterliegt in Hannover

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Torwart Matthias Puhle.

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imago images / Nordphoto

Die Handballer des VfL Gummersbach stecken nach der 24:30 (11:14)-Niederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf weiter mitten im Abstiegskampf. Hatten die ersten 20 Minuten der Partie noch für berechtigte Hoffnung in den Reihen des VfL gesorgt, verloren die Gäste aus dem Oberbergischen mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr den Faden. Dabei hatte Ivan Martinovic nach 22 Minuten noch den 10:10-Ausgleich erzielt.

Ein Spiel, das bis dahin im Grunde auf Augenhöhe geführt worden war, wurde aber mehr und mehr zu einer Wiedergutmachung für die TSV, die zuletzt siebenmal in Folge nicht gewonnen hatte und vor heimischer Kulisse gehörig unter Druck stand. Eine Chance, die der VfL ungenutzt ließ.

Entsprechend deutlich wurde nach der Partie Gummersbachs Trainer Torge Greve. Die Mannschaft trete manchmal zu naiv auf, fand er und beklagte, dass es den Spielern an positiver Körpersprache und Galligkeit gefehlt habe. Zu oft sei die Abwehr einen Schritt zu spät gewesen. Und im Gesamtpaket Torhüter/Abwehr sei vor dem eigenen Tor einfach zu wenig abgeliefert worden.

Dennoch scheint Greve den Optimismus nicht verloren zu haben. Er betonte, dass der VfL nach wie vor in der Vorlage sei und die Chance habe, die Klasse zu halten. Auch vor einem Showdown am letzten Spieltag in Bietigheim scheint er sich nicht zu scheuen.

Baumgärtner mit vielen Fehlwürfen

Florian Baumgärtner, der nur in der Anfangsphase traf und sich dann wieder einige Fehlwürfe leistete, ärgerte sich nach dem Abpfiff über die verpasste Chance, aus Hannover beide Punkte mitzunehmen. Doch die Cleverness von Timo Kastening oder Fabian Böhm in Reihen der Hannoveraner machte den Unterschied an diesem Abend.

Und so musste auch Baumgärtner eingestehen, dass seine Mannschaft nicht clever genug gewesen sei.
Überraschend kam am Dienstagabend der Einsatz von Fynn Herzig, der trotz einer gebrochenen Nase auf der Mitte begonnen hatte. Die Unbekümmertheit, die er zuletzt gezeigt hatte, ließ er allerdings wohl auch wegen seiner Verletzung vermissen, so dass Pouya Norouzi die meiste Zeit des Spiels auf der Platte stand.

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Die Hoffnung der Oberberger, nach dem 12:14 (31.) durch Tobias Schröter noch einmal der TSV gefährlich werden zu können, hatte sich bald erledigt, wobei auch etwas Pech mit im Spiel war. Gleich zweimal scheiterten Ivan Martinovic bzw. Marvin Sommer am Pfosten, so dass der VfL nach 35 Minuten erstmals mit fünf Treffern zurücklag (13:18). Bereits in dieser Phase hatte man das Gefühl, als würde sich die Mannschaft ihrem Schicksal fügen. Die nächste Partie findet ebenfalls auswärts statt. Am 23. Mai ist der VfL zu Gast beim SC Magdeburg.