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Nach der Pause kam Hoffnung auf: Vfl Gummersbach verliert gegen Füchse Berlin mit 29:20

In der zweiten Halbzeit stand Matthias Puhle im Gummersbacher Tor und zeigte einige Paraden.

In der zweiten Halbzeit stand Matthias Puhle im Gummersbacher Tor und zeigte einige Paraden.

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Foto: Arnold

Gummersbach -

Es war direkt nach dem Wiederanpfiff, als in der Schwalbe-Aren noch einmal Hoffnung aufkam. Mit einem Rückstand von 10:19 gegen die Füchse Berlin waren die Bundesliga-Handballer des VfL Gummersbach in die Pause gegangen und hatten nun mit einem 5:0-Lauf auf 15:19 (37.) verkürzt. Die Deckung agierte aggressiver, im Tor hielt Matthias Puhle und vorne verwandelten die VfL-Werfer ihre Chancen. Die Halle stand wieder hinter ihrer Mannschaft.

Doch die Berliner sortierten sich nach einer Auszeit neu und am Ende stand für die Hausherren eine 20:29-Niederlage. Aber auch eine zweite Halbzeit, an die sich anknüpfen lasse, wenn es nächsten Donnerstag zum Kellerduell gegen den Tabellenletzten, Die Eulen Ludwigshafen, geht. So erhofft es sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler. Nach sieben Niederlagen in Folge brauche die Mannschaft ein Erfolgserlebnis, sagt der ehemalige Profi.

Scheitern am Berliner Torhüter

Das blieb dem VfL gegen Berlin verwehrt, weil die Mannschaft in der ersten Halbzeit sich zwar gute Chancen erarbeitete, aber mit ihnen viel zu häufig scheiterte, sei es an sich selbst oder am Berliner Torhüter Silvio Heinvetter. Die Fehler bestraften die Gäste umgehend und schnell vor allem durch ihren Kapitän Hans Lindberg. Alleine zehn Tempogegenstöße verwandelten die Füchse bis zum Pausenpfiff.

Als Stanislav Zhukov mit seinem vierten Treffer zum 4:) (12.) traf, hatten seine Mitspieler bereits sechs klare Chancen vergeben. So ging es weiter bis zur Pause. Anschließend war es wieder Zhukov, der traf, Tobias Schröter legte doppelt nach. Die Berliner kassierten eine Zeitstrafe und ihnen wurde Zeitspiel abgepfiffen. Florian Baumgärtner und Moritz Preuss verkürzten weiter, och Lindberg brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Die Gummersbacher verloren ihre Sicherheit und das alte Kräfteverhältnis war wieder hergestellt.

„Die zwei Punkte waren Pflicht“, sprach Füchse-Trainer Velimir Petkovic bei der Pressekonferenz nicht drumherum. Sein Gegenüber VfL-Trainer Denis Bahtijarevic ärgerte sich, dass seine Mannschaft gerade in der Anfangsphase der Partie so viele herausgespielte Chancen liegengelassen habe. Alleine in den ersten 15 Minuten hätten seine Werfer sieben Mal frei vorm Tor gestanden. Nach der Pause sei sein Team aggressiver aufgetreten und auch die 5:1-Deckung habe gut funktioniert. Doch dann habe seine Mannschaft wieder zu schnell die Entscheidung gesucht, diesmal aber bis zum Schluss gekämpft.  

VfL Gummersbach: Lichtlein (1. bis 30./3 Paraden), Puhle (30. – 60./10 P); Schröter (2) , Dayan, Martinovic (1/1), Baumgärtner (4), Sommer, Köpp, Zhukov (6), Herzig (n.e.), Becker (1), Preuss (3), Norouzi (2), Busch (1).
Füchse Berlin: Heinevetter (1. - 60./17 P), Genz (n.e.); Wiede (1), Elisson (2), mHolm (1), Gojun, Lindberg (11/4), Simak (4), Schmidt (1), Matthes (3), Jallouz, Reißky, Koch (1), Marsenic (4), Drux (1), Gliese.
Zuschauer: 2676
Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig.
Siebenmeter: 1:1 – 4:4.
Strafzeiten: 6:4 (Schröter, Preuss/2 – Simak, Marsenic/Rot 44. Minute).
Beste Spieler: Zhukov – Lindber